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StartseiteSternzeitMerkur kreuzt die Sonne10.11.2019

Die große Show des kleinen PlanetenMerkur kreuzt die Sonne

Morgen Nachmittag überholt Merkur die Erde und wird sich vor der Sonne als dunkler Punkt zeigen. Die Beobachtung dieses Himmelschauspiels ist jedoch was für Profis, denn mit dem bloßen Auge ist nichts zu erkennen.

Von Dirk Lorenzen

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Vor der Sonnenscheibe ist der Merkur als kleiner schwarzer Punkt zu erkennen.  (SDO / NASA)
Serienaufnahme des Merkurtransits vor drei Jahren (SDO / NASA)

Morgen Nachmittag überholt der innerste Planet Merkur unsere Erde auf der Innenbahn. Dabei zieht er exakt zwischen Erde und Sonne hindurch – und somit zeigt sich Merkur als dunkler Punkt vor der Sonnenscheibe.

Gegen 13.35 Uhr ist die Planetenkugel als winzige Einbuchtung am linken Sonnenrand zu bemerken. Zwei Minuten später steht die schwarze Scheibe komplett vor der Sonne – und erscheint wie ein kleiner Sonnenfleck.

Gegen 16.20 Uhr steht Merkur fast genau in der Sonnenmitte. Kurz darauf ist das Schauspiel in Mitteleuropa zu Ende, weil die Sonne untergeht. Erst kurz nach 19 Uhr hat der Planet die Sonne wieder verlassen.

Merkur ist sehr klein. Er bedeckt nur 0,04 Promille der Fläche der Sonnenscheibe. Daher ist von diesem Ereignis mit bloßem Auge nichts zu sehen.

Merkur, der innerste Planet (dunkler Punkt oben im Bild), zog zuletzt 2016 vor der Sonne entlang (Lorenzen)Merkur, der innerste Planet (dunkler Punkt oben im Bild), zog zuletzt 2016 vor der Sonne entlang (Lorenzen)

Auch eine Finsternisbrille oder andere Mittel zum Schutz vor dem hellen Sonnenlicht helfen nicht. Merkur zeigt sich erst in einem Teleskop.

Allerdings ist die Beobachtung der Sonne nur etwas für sehr erfahrene Amateurastronomen oder Profis. Niemals darf man ungeschützt oder mit abenteuerlichen Filterkonstruktionen in die Sonne blicken – es drohen schwerste Augenschäden.

Wer Merkur vor der Sonne sehen möchte, sollte sich am besten den vielen öffentlichen Beobachtungen von Planetarien, Volkssternwarten und Astronomievereinen anschließen.

Nach dem Transit morgen ist Geduld gefragt. Erst in 13 Jahren, im November 2032, wandert der Planet wieder als winziger Fleck über das Antlitz der Sonne.

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