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StartseiteCorsoDie Kunst der Pingpong-Poesie 17.08.2019

Die Höchste EisenbahnDie Kunst der Pingpong-Poesie

Die Höchste Eisenbahn lässt in ihren Texten reichlich Interpretationsspielraum. Auf ihrem dritten Album "Ich glaub Dir alles" greift die Berliner Singer-Songwriter-Band sogar nach den Sternen - mit historischen Tonbandaufnahmen.

Francesco Wilking und Moritz Krämer im Gespräch mit Fabian Elsäßer

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(Joachim Gern)
Im kreativen Prozess gegeneinander miteinander: Die Höchste Eisenbahn (Joachim Gern)
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Das Album beginnt mit kantonesischen Botschaften, die 1977 als Teil einer Botschaft an Außerirdische mit den Voyager-Sonden ins All geschickt wurden. "Die Idee der Hybris, dass unsere Platte auch so etwas sein könnte, hat uns gut gefallen", sagte Moritz Krämer im Deutschlandfunk. Denn das aktuelle Album gebe ein recht umfassendes Bild unserer Gesellschaft ab.

Durchs Gegeneinander zum Miteinander

An Botschaften mangelt es dem dritten Album der Höchsten Eisenbahn nicht, allerdings sind sie nicht immer eindeutig. Das liege vielleicht an der Art, wie die Band ihre Songs schreibe, so Krämer. Die sei wie Pingpong spielen. "Einer singt was und für ihn ist es ernst, und für den anderen ist es eher lustig - wir singen aber dieselben Worte", ergänzte Francesco Wilking. Durch das Gegeneinander finde man zum Miteinander.   

Studioaufnahmen mit Live-Charakter

Für das dritte Album arbeitete die Band zum ersten Mal mit dem Berliner Produzenten Moses Schneider zusammen, der Musiker bei Studioaufnahmen grundsätzlich live spielen lässt. Damit befreite sich Die Höchste Eisenbahn nach eigener Aussage aus einer kreativen Blockade. Man habe vorher zwei Jahre lang im eigenen Studio Spuren herumgeschoben und wieder gelöscht. "Wenn wir das nochmal gemacht hätten, wäre die Band wahrscheinlich kaputt gewesen. Deswegen dachten wir, wir probieren mal etwas anderes."   

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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