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StartseiteBüchermarktSpiegelungen in die Vergangenheit11.09.2018

Die Shortlist des Deutschen Buchpreis 2018Spiegelungen in die Vergangenheit

María Cecilia Barbetta, Maxim Biller, Nino Haratischwili, Inger-Maria Mahlke, Susanne Röckel und Stephan Thome sind nominiert. „Das Bemerkenswerte an der Liste ist, dass sie alle historische Themen behandeln", sagt Hubert Winkels im Deutschlandfunk.

Hubert Winkels im Gespräch mit Tanya Lieske

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Deutscher Buchpreis: Die Shortlist 2018 Die Jury hat die sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 ausgewählt: María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten (S. Fischer, August 2018)Maxim Biller: Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch, September 2018)Nino Haratischwili: Die Katze und der General (Frankfurter Verlagsanstalt, August 2018)Inger-Maria Mahlke: Archipel (Rowohlt, August 2018)Susanne Röckel: Der Vogelgott (Jung und Jung, Februar 2018)Stephan Thome: Gott der Barbaren (Suhrkamp, September 2018) (Börsenverein des Deutschen Buchhandels/ Foto: Christina Weiß)
María Cecilia Barbetta, Maxim Biller, Nino Haratischwili, Inger-Maria Mahlke, Susanne Röckel und Stephan Thome ziehen mit ihren Werken ins Finale ein (Börsenverein des Deutschen Buchhandels/ Foto: Christina Weiß)
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Shortlist des Deutschen Buchpreises Wie ein historisch aufpolierter Spiegel der Gegenwart

Die sechs für den Deutschen Buchpreis nominierten Romane behandelten allesamt historische Themen, bemerkt Hubert Winkels, Literaturredakteur im Deutschlandfunk. Sie erzählten unter anderem von der Militärdiktatur Argentiniens, von einem Bürgerkrieg in China im 19. Jahrhundert oder von einer deutsch-russischen Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Die Buchpreis-Liste unterscheidet sich damit komplett von der vor einigen Tagen bekannt gegebenen Shortlist zum Wilhelm Raabe-Literaturpreis, der vom Deutschlandfunk vergeben wird (nominiert sind die Romane von  Michael Kleeberg, Georg Klein, Gert Loschütz, Sascha Reh, Verena Roßbach, Judith Schalansky).

Man müsse die Auswahl der Buchpreis Jury nicht unbedingt symptomatisch lesen, aber wenn man es tun wolle, dann käme man zu dem Schluss, dass wir "entweder eine Flucht in die Geschichte begehen oder versuchen, über Spiegelungen oder Dreiecke etwas Ungeheuerliches in der Gegenwart dingfest zu machen durch Ereignisse in der Vergangenheit", so Hubert Winkels.

Die Kandidaten der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2018:

María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten (S. Fischer, August 2018)
Maxim Biller: Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch, September 2018)
Nino Haratischwili: Die Katze und der General (Frankfurter Verlagsanstalt, August 2018)
Inger-Maria Mahlke: Archipel (Rowohlt, August 2018)
Susanne Röckel: Der Vogelgott (Jung und Jung, Februar 2018)
Stephan Thome: Gott der Barbaren (Suhrkamp, September 2018)

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