
DIHK-Außenwirtschaftschef Treier sagte im Deutschlandfunk, die Maßnahme sei erst einmal positiv zu bewerten. Die deutsche Exportwirtschaft stehe unter immensem Druck, der durch die Probleme auf Handelswegen wie der Straße von Hormus noch verschärft werde. Die jetzige Freigabe von Ölreserven könne Entlastung schaffen. Es dürfe aber kein Tropfen auf dem heißen Stein sein.
Treier forderte, die Ölreserven müssten später wieder aufgefüllt werden. Dies dürfe aber nicht auf Kosten der Energiewende und des Infrastrukturausbaus gehen. Der DIHK-Außenwirtschaftschef fügte hinzu, er sehe hier Politik und Wirtschaft in der Pflicht. Man müsse sich resilienter aufstellen und sich bisher vernachlässigten Ölmärkten öffnen. Als Beispiel nannte Treier die südamerikanischen Mersocur-Staaten sowie Südostasien.
Die Bundesregierung hatte gestern bekanntgegeben, Teile der deutschen Ölreserven freizugeben. Ziel ist, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Belastung der Verbraucher zu verringern. Die Freigabe ist Teil einer internationale Aktion der Internationalen Energieagentur. Deren Mitgliedsländer bringen insgesamt 400 Millionen Barrel auf den Markt – die größte Menge in der Geschichte der Organisation. Außerdem beschloss die Regieurng, dass Preiserhöhungen an Tankstellen künftig nur noch einmal am Tag erlaubt sein sollen.
Diese Nachricht wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
