
Ein Rücktritt Spahns wäre eine Lösung, die die Fraktion befreien würde. Angesichts der Sommerpause sei zu hoffen, dass Spahn der Union eine monatelange Debatte erspare, aber die Erkenntnis müsse bei ihm selbst reifen. Es gehe um den Fortbestand der Union. Bosbach bezeichnete es als "hochproblematisch", wenn der Eindruck entstehe, dass für Politiker andere Regeln gälten.
Mehrere CDU-Vertreter hatten bereits Rücktrittsforderungen gegen Spahn erhoben. Am Montag befasst sich nach Angaben von Bundeskanzler Merz das CDU-Präsidium mit dem Fall.
Spahn: Lange gerungen
Spahn selbst verteidigte seine Entscheidung. Der CDU-Politiker sagte der "Bild", er stelle sich der Debatte. Er habe bei dem Thema lange mit sich gerungen und sei lange zerrissen gewesen. Manchmal gebe es kein Schwarz und Weiß und keine einfachen Entscheidungen. Über einen möglichen Rücktritt müsse nun die Fraktion nach der Sommerpause entscheiden.
Leihmutterschaften sind in Deutschland nicht zulässig. Die CDU hatte sich zuletzt im Februar gegen eine Legalisierung ausgesprochen, auch Spahn selbst war als Minister in der Vergangenheit dagegen.
Weiterführende Links
Presseschau - Zeitungskommentare zu Spahn
Leihmutterschaft – Spahn spricht vom Ringen und dem echten Leben
Causa Spahn - Hüppe (CDU): Leihmutterschaft ist Ausbeutung von Frauen
Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






