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StartseiteCorsoGesehen, vermessen, erkannt24.07.2019

Dokumentarfilm zu GesichtserkennungGesehen, vermessen, erkannt

Wir werden gesehen, von uns bekannten und unbekannten und von Kameras. Unser Gesicht wird ständig aufgezeichnet, vermessen und potentiell erkannt. Diese Gesichtserkennung ist Thema der Dokumentation "Face_it!" von Gerd Conradt. "Ich bin Portraitist", sagt der Videopionier im Deutschlandfunk.

Gerd Conradt im Corsogespräch mit Ulrich Biermann

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(Face_It! © missingFILMs)
Vermessen - Die Staatsministerin für Digitalisierung - Auschnitt aus (Face_It! © missingFILMs)
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Gerd Conradt ist Filmemacher, Dokumentarfilmer und Videopionier, 1966 war er einer der ersten Studenten an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. In seiner Arbeit hat er über Jahrzehnte bemerkt: "Das Gesicht ist der Träger von den interessantesten Daten".

Kategorien der Mimik

Als 2018 am Bahnhof Berlin-Südkreuz ein "Pilotprojekt" zur digitalen Gesichtserkennung startete wurde Conradt auf das Thema aufmerksam. Für ihn war faszinierend, dass Gesichter vermessen, die Daten gespeichert, und ausgewertet werden.

Auf der Suche nach den Anfängen dieser Technik stieß er auf den amerikanischen Psychologen Paul Ekman, der ab den 1970ern die menschliche Mimik kategorisierte und katalogisierte im "Facial Action Coding System" (FACS). Heute ist FACS die Grundlage jeglicher Gesichtserkennungssoftware.(©missingFILMs)Der Gesichtskodierer Holger Kunzmann (©missingFILMs)

Mit offenem Gesicht durch die Welt

In seiner Dokumentation unterhält Conradt sich mit einem Datenschützern, Künstlern und der Staatsministerin für Digitalisierung über das "Pilotprojekt" und konfrontiert seine Protagonisten mit Videoclips, in denen das Gesicht als Kunstwerk verhandelt wird.

Wir haben noch länger mit Gerd Conradt gesprochen – hören Sie hier die Langfassung des Corsogesprächs

Immer wieder zeigt er die hochdifferenzierten Expressionen des Gesichtes mit dem die Menschen durch die Welt gehen. Die neue Technik ermögliche aber, so Conradt, "ohne, dass es jemand weiß oder merkt, kann man da jetzt drauf zugreifen. Es ist geräuschlos, tut nicht weh, es passiert". In Zukunft werde man das Gesicht als Schlüssel einsetzen oder damit bezahlen. "Ich will für das Thema sensibilisieren, aber auch für das kostbare Gut unseres Gesichtes."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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