Krisenvorsorge
DRK-Präsident Gröhe drängt auf Tempo beim Katastrophenschutz

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Gröhe, fordert mehr vorausschauende Planung beim Zivil- und Katastrophenschutz.

    Hermann Gröhe steht vor einer Tafel, auf der Logos des Deutschen Roten Kreuzes zu sehen sind.
    Der ehemalige CDU-Politiker Hermann Gröhe ist seit November 2025 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. (dpa-news/Britta Pedersen)
    Aktuell sei man nicht so aufgestellt, wie man aufgestellt sein müsse, erklärte Gröhe bei einem Besuch des DRK-Landesverbands in Schleswig-Holstein. Als Beispiel nannte er die bereits 2020 beschlossene Anschaffung von zehn sogenannten mobilen Betreuungsmodulen, durch die bis zu 5.000 Menschen in Not betreut und untergebracht werden könnten. Bislang gebe es laut Gröhe in Deutschland nur eineinhalb solcher Module. Der ehemalige CDU-Politiker warnte angesichts wachsender Ausgaben für die Verteidigung vor einem "Nachlaufen" bei der Krisenvorsorge.
    In Deutschland ist der Bund für den Zivilschutz im Verteidigungsfall zuständig. Der Katastrophenschutz der Länder greift bei Naturgefahren und Großschadenslagen in Friedenszeiten.
    Diese Nachricht wurde am 06.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.