Interview der Woche
Drogenbeauftragter Streeck warnt vor Gefahr synthetischer Drogen

Der Bundesbeauftragte für Sucht- und Drogenfragen, Streeck, hat vor der Gefahr synthetischer Opioide gewarnt. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa kämen immer gefährlichere Drogen auf den Markt, sagte der CDU-Politiker im Interview der Woche des Deutschlandfunks.

    Hendrik Streeck spricht auf einer Pressekonferenz.
    Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (Michael Kappeler/dpa)
    Schon der Konsum von Bleistiftgrößen könnte tödlich sein. An vielen Orten in Deutschland gebe es ein Kokain- und Crack-Problem, auf das bisher noch keine guten Antworten gefunden seien, erklärte Streeck. Zudem sei es ein Problem, dass sich der Handel mit den Substanzen immer mehr ins Internet verlagert habe und sich Jugendliche die Drogen direkt nach Haus bestellen könnten. Hier gelte es nun genau hinzuschauen.
    Mit Blick auf den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember äußerte sich der Mediziner besorgt über die Finanzierung der weltweiten Bekämpfung von Aids. Nicht nur die USA, auch viele europäische Länder hätten zuletzt ihre Hilfen gekürzt. Das geschehe auf Kosten der Weiterentwicklung erfolgreicher Therapien.
    Das "Interview der Woche" wird am Sonntag um 11:05 Uhr im Deutschlandfunk gesendet. Sie können es hier bereits nachlesen.
    Diese Nachricht wurde am 29.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.