
Vertreter ungarischer und deutscher Medien sagten der ARD, sie seien auf Wahlkampfveranstaltungen der regierenden Fidesz-Partei in ihrer Berichterstattung behindert worden. Zudem habe es Einschüchterungsversuche gegeben. Auch seien Ministerpräsident Orban und wichtige Regierungsbehörden für Anfragen nicht erreichbar. Wegen mangelnder Pressefreiheit in Ungarn hat die EU-Kommission im vergangenen Dezember ein Vertragsverletzungsverfahren gegen das Land eingeleitet.
Bei der Wahl am Sonntag könnte Orbans Fidesz-Partei nach 16 Jahren die Macht verlieren. Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Median zufolge könnte die liberalkonservative Partei Tisza unter Oppositionsführer Magyar sogar eine Zweidrittel-Mehrheit im Parlament erreichen. Orban erhält indes Unterstützung von Seiten der US-Regierung. Vizepräsident Vance rief bei einem Besuch in Budapest zur Wiederwahl des Ministerpräsidenten auf.
Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
