ARD-Bericht
Druck auf Journalisten in Ungarn nimmt während des Wahlkampfs zu

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn nimmt der Druck auf Journalisten offenbar zu.

    Viktor Orban steht in Ocsa während einer Wahlkampfveranstaltung auf der Bühne, um ihn herum Anhänger mit Fahnen.
    Journalisten klagen, sie seien während der Fidesz-Wahlkampfveranstaltungen behindert worden. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Daniel Alfoldi)
    Vertreter ungarischer und deutscher Medien sagten der ARD, sie seien auf Wahlkampfveranstaltungen der regierenden Fidesz-Partei in ihrer Berichterstattung behindert worden. Zudem habe es Einschüchterungsversuche gegeben. Auch seien Ministerpräsident Orban und wichtige Regierungsbehörden für Anfragen nicht erreichbar. Wegen mangelnder Pressefreiheit in Ungarn hat die EU-Kommission im vergangenen Dezember ein Vertragsverletzungsverfahren gegen das Land eingeleitet.
    Bei der Wahl am Sonntag könnte Orbans Fidesz-Partei nach 16 Jahren die Macht verlieren. Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Median zufolge könnte die liberalkonservative Partei Tisza unter Oppositionsführer Magyar sogar eine Zweidrittel-Mehrheit im Parlament erreichen. Orban erhält indes Unterstützung von Seiten der US-Regierung. Vizepräsident Vance rief bei einem Besuch in Budapest zur Wiederwahl des Ministerpräsidenten auf.

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    Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.