
Es gehe nicht mehr darum, sich als Bollwerk der Demokratie zu suggerieren, an dem jede Kritik verboten sei. Vielmehr gebe es echte Bereitschaft der Sender, Strukturen in Frage zu stellen. Das gelte auch für die Frage, ob man beim Programmangebot immer alles berücksichtigt habe. Liminski, der zugleich Mitglied im ZDF-Fernsehrat ist, führte aus, diese Reflexion und Bereitschaft zur Fehlerkultur seien für ihn inzwischen durchaus zu erkennen. Er betonte, er mache seit gut acht Jahren hauptberuflich Medienpolitik.
Die Sendeanstalten sehen sich vielfach Kritik ausgesetzt. Inhaltlich wird ihnen unter anderem von konservativer Seite mangelnde politische Ausgewogenheit vorgeworfen. Hinzu kommen Vorwürfe, bestimmte Regionen Deutschlands nicht ausreichend oder unangemessen zu berücksichtigen. Organisatorisch werden häufig die als Zwangsabgabe empfundene Finanzierung über den Rundfunkbeitrag sowie ineffiziente und überteuerte Strukturen beklagt.
Diskussion über "Danger Dan"-Ausladung aus ZDF-Sendung "Die Anstalt"
Im aktuellen Streit um die Ausladung des Rappers Danger Dan aus der ZDF-Satiresendung "Die Anstalt" meinte Liminski, gerade weil es solche hitzigen Debatten gebe, sei es wichtig, die Maßstäbe des journalistischen Handwerks hochzuhalten. Dafür erfahre man dann zwar mitunter Kritik, gerade wenn es in den Bereich von Kunst, Kultur und Satire gehe. Aber das müsse man letztlich aushalten, um die Freiheit zu wahren.
Der Rapper wollte mit dem Pianisten Igor Levit auftreten und sein Lied 'Keine Angst' präsentieren. Laut ZDF könne es als Anleitung zum politischen Extremismus verstanden werden. Der Text propagiere Selbstjustiz und schließe rechtswidrige Taten und Gewalt nicht aus. Der Kabarettist Wilfried Schmickler indes kann in dem Songtext keinen Aufruf zur Gewalt erkennen. Vielmehr gehe es Danger Dan darum, junge Menschen zu ermutigen, sich gegen gewaltbereite Rechtsextremisten zu wappnen.
Medienpolitiker der Länder bereiten sich auf möglichen AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt vor
Liminski bestätigte, dass sich innerhalb der Bundesländer Gedanken über einen möglichen Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt gemacht werden. Die Partei hatte angekündigt, im Fall einer Übernahme der Landesregierung den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen. Ein solcher Schritt sei formaljuristisch durchaus möglich, erklärte Liminski. Trotzdem gelte die Verfassung. Danach hätten die Länder die Aufgabe, für eine auskömmliche Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu sorgen.
Es gehe nicht mehr darum, sich als Bollwerk der Demokratie zu suggerieren, an dem jede Kritik verboten sei. Vielmehr gebe es echte Bereitschaft der Sender, Strukturen in Frage zu stellen. Das gelte auch für die Frage, ob man beim Programmangebot immer alles berücksichtigt habe. Liminski, der zugleich Mitglied im ZDF-Fernsehrat ist, führte aus, diese Reflexion und Bereitschaft zur Fehlerkultur seien für ihn inzwischen durchaus zu erkennen. Er betonte, er mache seit gut acht Jahren hauptberuflich Medienpolitik.
Die Sendeanstalten sehen sich vielfach Kritik ausgesetzt. Inhaltlich wird ihnen unter anderem von konservativer Seite mangelnde politische Ausgewogenheit vorgeworfen. Hinzu kommen Vorwürfe, bestimmte Regionen Deutschlands nicht ausreichend oder unangemessen zu berücksichtigen. Organisatorisch werden häufig die als Zwangsabgabe empfundene Finanzierung über den Rundfunkbeitrag sowie ineffiziente und überteuerte Strukturen beklagt.
Diskussion über "Danger Dan"-Ausladung aus ZDF-Sendung "Die Anstalt"
Im aktuellen Streit um die Ausladung des Rappers Danger Dan aus der ZDF-Satiresendung "Die Anstalt" meinte Liminski, gerade weil es solche hitzigen Debatten gebe, sei es wichtig, die Maßstäbe des journalistischen Handwerks hochzuhalten. Dafür erfahre man dann zwar mitunter Kritik, gerade wenn es in den Bereich von Kunst, Kultur und Satire gehe. Aber das müsse man letztlich aushalten, um die Freiheit zu wahren.
Der Rapper wollte mit dem Pianisten Igor Levit auftreten und sein Lied 'Keine Angst' präsentieren. Laut ZDF könne es als Anleitung zum politischen Extremismus verstanden werden. Der Text propagiere Selbstjustiz und schließe rechtswidrige Taten und Gewalt nicht aus. Der Kabarettist Wilfried Schmickler indes kann in dem Songtext keinen Aufruf zur Gewalt erkennen. Vielmehr gehe es Danger Dan darum, junge Menschen zu ermutigen, sich gegen gewaltbereite Rechtsextremisten zu wappnen.
Medienpolitiker der Länder bereiten sich auf möglichen AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt vor
Liminski bestätigte, dass sich innerhalb der Bundesländer Gedanken über einen möglichen Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt gemacht werden. Die Partei hatte angekündigt, im Fall einer Übernahme der Landesregierung den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen. Ein solcher Schritt sei formaljuristisch durchaus möglich, erklärte Liminski. Trotzdem gelte die Verfassung. Danach hätten die Länder die Aufgabe, für eine auskömmliche Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu sorgen.
Programmhinweis
Das gesamte Interview können Sie am Sonntag um 11:05 Uhr im Deutschlandfunk hören. Nachlesen können Sie es bereits jetzt.
Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
