
Britische Medien berichteten, Mandelson könnte Epstein vorab über Pläne zur Eurorettung in der Finanzkrise 2010 informiert haben. Die Ermittler hatten ihre Arbeit Anfang des Monats aufgenommen, nachdem die Regierung von Premierminister Starmer Kommunikation zwischen Mandelson und dem Sexualstraftäter Epstein an die Polizei übergeben hatte.
Die Anschuldigen gegen Mandelson haben in Großbritannien eine Regierungskrise ausgelöst. Starmer hatte ihn zum britischen Botschafter in den USA berufen, obwohl Kontakte Mandelsons zu Epstein teils bekannt waren. Mandelson war im September von seinem Posten in Washington abberufen worden. Das Ausmaß seiner Verbindungen zu dem 2019 verstorbenen Sexualstraftäter war mit der Freigabe weiterer Akten durch das US-Justizministerium im Januar öffentlich geworden.
Ehemaliger Prinz Andrew wegen Epstein-Affäre zuvor ebenfalls festgenommen
Mandelson ist der zweite prominente Brite, der innerhalb kurzer Zeit im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre in Polizeigewahrsam genommen wurde. Vor einigen Tagen wurde der frühere Prinz Andrew festgenommen und nach einem Verhör unter Auflagen wieder freigelassen. Andrew Mountbatten-Windsor wird verdächtigt, während seiner Zeit als Sonderbeauftragter für Handel zwischen 2001 und 2011 Epstein vertrauliche Informationen zugespielt zu haben.
Epstein hatte über Jahre hinweg ein umfangreiches System zur sexuellen Ausbeutung Minderjähriger betrieben. Er pflegte weltweit Kontakte zu hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Adel.
Diese Nachricht wurde am 23.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
