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Nahost-Krieg
Ehemaliger EU-Botschafter von Burgsdorff sieht Israel zunehmend isoliert

Der ehemalige EU-Botschafter für die Palästinensischen Gebiete, von Burgsdorff, hat sich pessimistisch über eine längere Waffenruhe im Gaza-Krieg geäußert.

    Südlicher Gazastreifen: Rauch über der Stadt Chan Yunis, wo die israelische Luftwaffe erneut Angriffe geflogen hat.
    Südlicher Gazastreifen: Rauch über der Stadt Chan Yunis, wo die israelische Luftwaffe erneut Angriffe geflogen hat. (AFP / MAHMUD HAMS)
    Von Burgsdorff sagte im Deutschlandfunk, die Forderungen beider Seiten lägen meilenweit auseinander. Der israelische Regierungschef Netanjahu habe sich als oberstes Ziel gesetzt, die Hamas zu zerstören. Das jedoch sei illusorisch. Die Terrororganisation habe es geschafft, dem Palästina-Konflikt in der Weltöffentlichkeit Priorität einzuräumen. Insofern sehe sich die Hamas schon jetzt als Gewinner, konstatierte von Burgsdorff.
    Die Einsätze des israelischen Militärs im Gaza-Krieg mit etlichen zivilen Opfern führten letztlich zur Isolierung Israels. Es sei jetzt das vernünftigste, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, betonte der ehemalige EU-Botschafter. Sicherheit für Israel lasse sich langfristig nur herstellen, wenn die Palästinenser in Frieden und Freiheit neben Israel existieren könnten. (Das Interview in voller Länge als PDF)

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    Diese Nachricht wurde am 29.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.