Dienstag, 04. Oktober 2022

Charlotte Greves Lisbeth Quartett
Einatmen und Loslassen

Keine andere Band verbindet so organisch Ruhe mit Intensität wie das Lisbeth Quartett. Dafür bekam Charlotte Greve 2022 den Deutschen Jazzpreis als Künstlerin des Jahres. Beim Konzert im Loft glänzte die Band mit neuem Repertoire.

Thomas Loewner | 28.06.2022

Drei Männer und eine Frau mit Zopf und roter Bluse stehen zusammen vor einer schwarzen Fensterfront.
Das Lisbeth Quartett benannte Charlotte Greve nach ihrem zweiten Vornamen. (v.l.: M. Schmiedel, M. Muellbauer, C. Greve, M. Baumgärtner.) (Annika Nagel)
Das Lisbeth Quartett ist seit 2009 eine Konstante der deutschen Jazzszene – obwohl die Bandleaderin, Saxofonistin Charlotte Greve, schon lange in New York lebt. Regelmäßig erarbeitet die Gruppe neues Repertoire und geht damit auf Tour.
Beim Konzert im Kölner Loft stellte sie erstmals die Musik der aktuellen Platte „Release“ vor. Sie dokumentiert einen Schritt ins Offene: Anders als früher gibt es nun kaum noch detailliert ausarrangierte Vorgaben. Das Ergebnis: eine atmosphärische Musik voll weit gespannter Bögen, die von Energie und Loslassen erzählt.
Charlotte Greve - Altsaxofon
Manuel Schmiedel - Piano
Marc Muellbauer - Kontrabass
Moritz Baumgärtner - Schlagzeug
Aufnahme vom 6.4.2022 aus dem Loft Köln