Eine Sonnenfinsternis und das James Webb-Teleskop Die himmlischen Highlights des neuen Jahres

Nach einer sechs Jahre langen Pause ist 2021 wieder eine Sonnenfinsternis von Mitteleuropa aus zu sehen. In den Mittagsstunden des 10. Juni bedeckt der Mond ein paar Prozent der Sonnenscheibe.

Von Dirk Lorenzen | 01.01.2021

Ende 2021 könnte es so weit sein: das James Webb Weltraumteleskop im All
Ende 2021 könnte es so weit sein: das James-Webb-Weltraumteleskop im All (NASA)
Jupiter und Saturn, die kurz vor Weihnachten extrem dicht beieinander standen, tauchen im April am Morgenhimmel auf. Dann ist ihr Abstand deutlich gewachsen. Sie dominieren wieder die Sommernächte. Die Venus, unser innerer Nachbarplanet, beginnt das Jahr gerade noch als Morgenstern, zieht sich aber bald vom Himmel zurück. Von Juni an ist sie für den Rest des Jahres Abendstern. Mars, unserer äußerer Nachbar, verblasst nach seinem strahlenden Auftritt vor wenigen Monaten. Von Juni bis Dezember befindet er sich unsichtbar im Strahlenkranz der Sonne.
Im Frühjahr erreichen drei Missionen unseren Nachbarplaneten Mars
Im Frühjahr erreichen drei Missionen unseren Nachbarplaneten Mars (Hubble / NASA / ESA)
Dafür steigt die Aufregung bei Raumfahrtfans: Denn im Frühjahr schwenken Raumsonden aus China und den Vereinigten Arabischen Emiraten in eine Umkaufbahn um den roten Planeten ein – und am 18. Februar soll ein NASA-Rover sogar auf der Marsoberfläche landen.
Für Himmelsfreunde erheblich bedeutender ist allerdings das James-Webb-Weltraumteleskop. Nach rund einem Jahrzehnt Verzögerung soll das Instrument, das NASA und ESA gemeinsam gebaut haben, im Herbst endlich ins All starten.
Die meisten Sternschnuppen sind von den Perseiden rund um den zwölften August und den Geminiden Mitte Dezember zu erwarten. Allerdings gilt auch 2021: In jedem Moment kann eine Sternschnuppe über den Himmel huschen – es lohnt sich also immer, den Blick ans Firmament schweifen zu lassen.