USA
Einwanderungsbehörde ICE geht weiter gegen Kinder vor - Zweijährige in Minneapolis wieder mit Mutter vereint

In den USA sorgt die Einwanderungsbehörde ICE mit ihrem Vorgehen auch gegen Minderjährige weiter für Empörung.

    Zwei ICE-Beamte in Tarnuniformen steht mit erhobenen Waffen auf einer Straße. Einer der der beiden ruft etwas.
    Mitarbeiter der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis. (Yuki Iwamura / AP / dpa / Yuki Iwamura)
    Einen Tag nach einem ICE-Einsatz gegen einen Vater und seine zweijährige Tochter in Minneapolis wurde das Mädchen wieder zu seiner Mutter gebracht. Ein Gericht hatte es ICE untersagt, das Kind in einen anderen Bundesstaat zu bringen, dennoch war es aus Minnesota zunächst nach Texas geflogen worden. Vater und Tochter waren zuvor im Haus der Familie in Minneapolis von ICE-Mitarbeitern abgeführt worden. Nach Angaben der Verteidigerin der Migranten handelt es sich um Einwanderer aus Ecuador, die derzeit ein Asylverfahren durchlaufen.
    Schon in den vergangenen Tagen hatte es in Minnesota mehrere Festnahmen von Minderjährigen gegeben. Vor rund zwei Wochen war zudem in Minneapolis die 37-jährige Renee Good von einem ICE-Beamten in ihrem Auto erschossen worden. Gestern hatten in Minnesota tausende Menschen gegen das Vorgehen von ICE demonstriert. Mehrere hundert Unternehmen beteiligten sich an einem Streik. Schüler und Studenten blieben dem Unterricht fern.

    Weiterführende Informationen

    Brutale ICE-Einsätze – Minneapolis kommt nicht zur Ruhe (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 24.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.