Denkmal
Entscheidung gefallen: Leuchtturm "Roter Sand" soll abgebaut und in Fedderwardersiel wieder aufgestellt werden

Bei der Suche nach einem neuen Standort für den denkmalgeschützten, maroden Leuchtturm "Roter Sand" ist eine Entscheidung gefallen.

    In der Außenweser steht der Leuchtturm Roter Sand. (Quelle: dpa)
    In der Außenweser steht der Leuchtturm Roter Sand. (picture alliance / dpa / Sina Schuldt)
    Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz plant, den rot-weißen Turm abzubauen und anschließend an Land wieder aufzustellen. Favorisiert wird nach eigenen Angaben auf der Halbinsel Butjadingen. Für den Ort spreche unter anderem die direkte Küstennähe, teilte die Stiftung mit. Ein konkreter Zeitplan für den Umzug ist bislang nicht bekannt. Bei den Kosten für den Umzug spricht die Stiftung von einem "Millionenprojekt".
    Weil Wind und Wellen dem mehr als 140 Jahre alten Bauwerk mehr und mehr zusetzen, soll es ans Land versetzt werden – ein einmaliges Vorhaben. Neben Fedderwardersiel war zuletzt auch Wilhelmshaven als Standort in der Auswahl. 
    Warum der Leuchtturm umziehen soll
    Der Leuchtturm "Roter Sand" sei ein herausragendes maritimes Denkmal, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Skudelny. Dass der Leuchtturm an seinem neuen Standort besser erreichbar sein werde, ermögliche zudem, dass zahlreiche Besucher ihn künftig hautnah erleben könnten. Zudem habe der Standort für die Wartung enorme Vorteile.
    Ein Gutachten von 2019 hatte den Leuchtturm in der Wesermündung als so marode eingestuft, dass die Standsicherheit auf Dauer in Gefahr ist. Das Seefeuer wird seit 1964 nicht mehr benötigt, seit 1982 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.