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StartseiteCorso"Karikaturisten rechnen sich schon vorher die Strafe aus"29.03.2016

Erdogan-Satire"Karikaturisten rechnen sich schon vorher die Strafe aus"

Ein satirischer Musikclip aus der NDR-Comedy-Sendung "extra 3" hat den türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan erzürnt. Er ließ den deutschen Botschafter einberufen. Seit Jahren verschärft Erdogan den Kurs gegen kritische Comedians und Karikaturisten im In- und Ausland.

Sigrid Fischer im Gespräch mit Luise Sammann

Der türkische Ministerpräsident Erdogan bei einer Rede im Parlament in Ankara Anfang April. (afp / Adem Altan)
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (afp / Adem Altan)

In demokratisch geführten Staaten muss es das politische Personal aushalten, wenn es dem öffentlichen Spott ausgesetzt wird - in Kabarett, Satire, Karikatur. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan versteht sich als Demokrat, hält es mit der Presse- und Meinungsfreiheit allerdings nach eigenem Belieben. Er übt jetzt auch noch Druck auf ausländische Medien aus, indem er sich über einen Satirebeitrag im deutschen Fernsehen in der Sendung "extra 3" erzürnt, der sich über ihn lustig macht. Deswegen hat Erdogan den deutschen Botschafter einberufen, und zwar schon letzten Dienstag. Im Netz ernte er dafür Hohn und Spott.

Türkei-Korrespondentin Luise Sammann fasst die Reaktionen zusammen und blickt zurück auf den schon länger dauernden Kampf des Staatspräsidenten gegen seine Kritker. 

Hinweis: Das Gespräch können Sie nach der Sendung mindestens fünf Monate lang als Audio-on-demand abrufen.

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