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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update23.11.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Die Telekom will in ihrem Kernnetz auf Huawei verzichten +++ Auf Twitter lassen sich unangemessene Beiträge jetzt ausblenden +++ Der Weg für 5G-Campusnetze ist frei +++ Spanien lässt die Handys seiner Bürger tracken +++ Google schränkt Wahlwerbung ein +++ Der LTE-Empfang in Grenzgebieten wird verbessert

Von Lucian Haas

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Die Telekom will in ihrem Kernnetz auf Huawei verzichten

Die Deutsche Telekom hat laut einem Bericht der Wirtschaftswoche die Technik für ihr Kernnetz neu ausgeschrieben. Dabei soll der chinesische Konzern Huawei offenbar nicht mehr berücksichtigt werden. Der Austausch der Technik erfolge im Zuge einer regelmäßigen Erneuerung der Systeme. Innerhalb von zwei Jahren soll der Anteil von Huawei-Komponenten im Kernnetz der Telekom auf null Prozent reduziert werden. Interessant ist dieser Schritt vor dem Hintergrund anhaltender politischer Diskussionen, ob Huawei aus Sicherheitsgründen vom Aufbau der 5G-Netze hierzulande ausgeschlossen werden sollte. Der Verzicht auf Huawei-Technik in den Kernnetzen wird seit einiger Zeit als möglicher Kompromiss gehandelt. Das Kernnetz besteht aus Servern, Datenbanken und Steuertechnik mit sensiblen Informationen, die für die Koordination des Netzbetriebes nötig sind. Die Technik der Funkstationen in der Fläche gehört nicht dazu.

Quelle: Wirtschaftswoche


Auf Twitter lassen sich unangemessene Beiträge jetzt ausblenden

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat die neue Funktion eingeführt, um Beleidigungen und Hetze in seinem Netzwerk einzudämmen. Wer eine Antwort auf einen eigenen Tweet als unangemessen empfindet, kann diese künftig verbergen. "Aus den Augen, aus dem Sinn", heißt es dazu in der von Twitter verbreiteten Ankündigung. Die versteckten Antworten bleiben allerdings im System erhalten, sie werden nicht automatisch gelöscht. Jeder Anwender kann verborgene Antworten per Mausklick auch wieder sichtbar machen. Diese Möglichkeit soll laut Twitter Zensur verhindern. Mit der Ausblende-Funktion will Twitter nach eigenen Angaben den Nutzern mehr Kontrolle über die Diskussionen geben, die sie starten.

Quelle: Twitter


Der Weg für 5G-Campusnetze ist frei

Die Bundesnetzagentur hat die Gebührenordnung für die Nutzung von Funkfrequenzen für lokal begrenzte Mobilfunknetze im 5G-Standard veröffentlicht. Nun können Firmen und Universitäten, die ihre Arbeit mithilfe von eigenen 5G-Netzen optimieren wollen, sogenannte Campusnetze auf ihrem Gelände errichten. Der Autozulieferer Bosch hat nach eigenen Angaben bereits 5G-Lizenzen für ausgewählte Standorte bei der Bundesnetzagentur beantragt. Für die Campusnetze sind Frequenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 Gigahertz reserviert. Sie wurden bei der 5G-Auktion für die großen Mobilfunkanbieter im Juni nicht mit versteigert. In den vergangenen Monaten hatten etliche größere Industrieunternehmen angekündigt, rund um ihre Werke eigene 5G-Netze betreiben zu wollen. Bei den etablierten Netzbetreibern waren die Pläne der Frequenzvergabe für Campusnetze auf Widerstand gestoßen. Sie fürchten um mögliche Aufträge wichtiger Geschäftskunden.

Quelle: Agenturen


Spanien lässt die Handys seiner Bürger tracken

Allerdings nur für eine begrenzte Zeit und im Zusammenhang mit einer für das Jahr 2021 geplanten Volkszählung. Im Vorfeld davon will die nationale Statistikbehörde INE umfangreiche Daten zur Mobilität der Spanier gewinnen. Dafür werden an insgesamt acht Tagen bis Sommer 2020 die Bewegungen von Mobilfunkgeräten in den Netzen der drei größten spanischen Mobilfunkanbieter erfasst. Es geht um die Frage, wie viele Handys und damit auch Personen sich zu bestimmten Uhrzeiten in verschiedenen Netzbereichen aufhalten. Nach Angaben der Behörde werden die Daten anonym erfasst und erlauben keine Rückschlüsse auf die Identität der Handybesitzer. Sie sollen aber allgemeine Muster in den Mobilitätsgewohnheiten der Bürger erkennen lassen.

Quelle: Heise


Google schränkt Wahlwerbung ein

Zumindest wenn es sich um gezielte Wahlwerbung handelt, die eng auf bestimmte Wählergruppen zugeschnitten ist und nach definierten Regeln nur diesen angezeigt werden soll. Google kündigte an, ein solches granulares Mikrotargeting von Wahlwerbung werde nicht mehr möglich sein. Zielgruppen sollen nur noch nach Alter, Geschlecht und Wohnort differenziert werden können. Erlaubt bleibt auch eine kontextbezogene Wahlwerbung nach allgemeinen Stichwörtern wie Wirtschaft oder Umwelt. Die neuen Regelungen sollen innerhalb einer Woche greifen und dann erstmals in Großbritannien angewendet werden, wo am 12. Dezember die Unterhauswahl stattfindet. Die Entscheidung von Google erhöht den Druck auf Facebook, ebenfalls striktere Regeln für politische Anzeigen einzuführen. Twitter hatte kürzlich entschieden, sämtliche bezahlte politische Werbung auf dem Netzwerk einzustellen.

Quelle: Golem


Der LTE-Empfang in Grenzgebieten wird verbessert

Nach Vodafone hat jetzt auch die Deutsche Telekom angekündigt, die Leistung vieler LTE-Funkmasten in Regionen entlang der deutschen Grenze nicht mehr zu drosseln. In einem ersten Schritt soll bei rund 500 Mobilfunkstationen die Sendeleistung erhöht werden. Bis Ende September gab es eine Vorschrift der Bundesnetzagentur, durch die vermieden werden sollte, dass deutsche Mobilfunknetze ausländische Funkdienste stören. Bei Überschreitungen hätte die Behörde dafür gehaftet. Diese Haftung ist nun auf die Netzbetreiber übergegangen. Infolgedessen können sie die Leistung ihrer Funkmasten in Grenzgebieten flexibler regulieren. In vielen Grenzregionen könnte sich damit die LTE-Versorgung deutlich verbessern. 

Quelle: Golem

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