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StartseiteForschung aktuellMeldungen aus der Wissenschaft14.10.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltMeldungen aus der Wissenschaft

Neuer Dinosaurier entdeckt +++ Mikroblutungen sind ein entscheidender Faktor bei Gehirnverletzungen +++ Ein erwartetes Korallensterben ist ausgeblieben +++ Aufnahmen aus zwei Perspektiven sollen Buckelwalen ihre Jagdgeheimnisse entlocken +++ Zahl in Berlin gefangener Sumpfkrebse gesunken

Von Piotr Heller

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Paläontologen haben in Thailand einen neuen Dinosaurier entdeckt

Sie fanden Bruchstücke von Schädeln, Wirbelsäulen, Gliedmaßen und Hüften von mindesten vier einzelnen Dinosauriern. Diese Knochen-Fragmente konnten die Forscher einer bisher nicht bekannten Art und Gattung zuordnen, wie sie im Online-Magazin Plos One darlegen. Sie gaben der Gattung den Namen Siamraptor – wobei Siam sich auf den alten Namen Thailands bezieht und Raport für Räuber steht.

Der Fundort gibt der Entdeckung eine besondere Brisanz.  Siamraptor gehörte nämlich zu einer Gruppe von großen Raubsauriern mit auffällig scharfen Zähnen, die während des Jura und der Kreidezeit lebten. In welchem Umfang sie dereinst die Erde bevölkerten, war jedoch nicht klar. Denn bisher hatte man in Südostasien noch keine Knochen dieser Dinosaurier entdeckt. Das hat sich nun geändert. Kombiniert mit Funden aus Europa und Afrika weiß man, dass die Raubtiere sich bereits in der frühen Kreide auf mindestens drei Kontinenten ausgebreitet hatten.

Quelle: Plos One


Mikroblutungen sind ein entscheidender Faktor bei Gehirnverletzungen

Zu diesem Schluss kommen US-Wissenschaftler im Fachblatt Brain. Sie haben knapp 440 Menschen untersucht, die nach Gehirnverletzungen in Notaufnahmen behandelt worden waren. Dabei legten sie ihr Augenmerk auf Mikroblutungen: Schäden der Blutgefäße im Gehirn, die so klein sind, dass man sie mittels Computertomographie kaum nachweisen kann.

Ein Drittel der untersuchten Patienten wies solche Blutungen auf. Die Folgen der Gehirnverletzungen bei den Patienten mit diesen Mikroblutungen waren schwerwiegender.

Laut den Forschern stehen heute Schäden an Nervenzellen nach Hirnverletzungen oft im Fokus. Die meisten Therapien seien darauf ausgerichtet. Die Studie zeigt aber, dass die winzigen Schäden an den Blutgefäßen auch vielversprechende Ziele für neue Therapieansätze sein könnten.

Quelle: Brain | Pressemitteilung


Auf der Pazifikinsel Guam ist ein erwartetes Korallensterben ausgeblieben

Das könnte auch etwas mit Hagibis zu tun haben – dem Taifun, der dieses Wochenende auf Japan traf.

Noch im Juli dieses Jahres hatte die Wetter- und Ozeanbehörde der Vereinigten Staaten befürchtet, dass es auf der Westpazifischen Insel Guam zu einer Korallenbleiche kommen könnte. Dieses Ereignis, das zum Absterben der Korallen führen kann, ist aber nicht eingetreten. 

Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, gingen Behörden davon aus, dass stürmisches Wetter der Grund dafür war, darunter auch der aktuelle Taifun. Die mit den Stürmen einhergehende Bewölkung habe das Meerwasser gekühlt und somit zum Überleben der Korallen beigetragen.

Quelle: Associated Press via Phys.org


Aufnahmen aus zwei Perspektiven sollen Buckelwalen ihre Jagdgeheimnisse entlocken

Die Filmaufnahmen sind US-Biologen gelungen. Sie zeigen Buckelwale bei ihrer einzigartigen Jagdmethode: Die Tiere lassen im Verbund Vorhänge aus Blasen aufsteigen, in denen Fische praktisch eingeschlossen werden. So können die Wale ihre Beute besser fangen.

Die Wissenschaftler haben dieses Schauspiel nun aus zwei Blickwinkeln gleichzeitig gefilmt: Mittels Saugnäpfen befestigten sie Kameras an den Walen und nahmen dadurch deren Perspektive ein. Zudem filmten sie das Geschehen mit Drohnen aus der Luft.

Die Aufnahmen sollen Aufschluss über Details der Jagdmethode geben. Sie sind im Rahmen eines größeren Projekts entstanden, bei dem die Forscher einen möglichen Rückgang der Buckelwal-Populationen untersuchen.

Quelle: Video via twitter.com/Dlf_Forschung | Pressemitteilung


Die Zahl der in Berlin gefangenen Sumpfkrebse ist deutlich gesunken

In der Zeit von April bis September sind laut der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt 22 000 Exemplare gefangen worden. Vor einem Jahr seien es noch doppelt so viele gewesen.

Die handtellergroßen Tiere sind eigentlich in Amerika heimisch. Bei den Berliner Exemplaren handelt es sich wahrscheinlich um Nachkommen von Sumpfkrebsen, die in Aquarien gehalten und dann ausgesetzt wurden. Weil sie eine Gefahr für heimische Arten und Ökosysteme darstellen, soll ihre Verbreitung eingedämmt werden.

2018 hatten Fischer erstmals die Genehmigung erhalten, die Sumpfkrebse in den Berliner Parkgewässern zu jagen. Damals gingen ihnen rund 38 000 Exemplare ins Netz. Inzwischen werden sie als regionale Delikatesse verkauft. Wie im Vorjahr stammen auch diese Saison die meisten der gefangenen Krebse aus dem Britzer Garten im Süden der Stadt und aus Gewässern des Tiergartens in Mitte.

Quelle: dpa

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