WM-Investorenpläne
Erste Verbände entziehen FIFA-Chef Infantino Unterstützung für Wiederwahl

Im Streit um einen geplanten Teilverkauf der WM-Rechte haben erste nationale Fußballverbände dem Präsidenten des Weltverbands FIFA, Infantino, die Unterstützung für seine Wiederwahl entzogen. Entsprechende Erklärungen gaben die Verbände von Wales und Serbien ab.

    FIFA-Präsident Gianni Infantino schaut ernst.
    FIFA-Präsident Gianni Infantino wollte Anteile der Fußball-WM an private Investoren verkaufen (IMAGO / STEINSIEK.CH)
    Ein solcher Schritt wird laut britischen Medienberichten zudem vom englischen Verband vorbereitet. Die Verbände warfen Infantino Führungsversagen vor.
    Der europäische Fußball-Verband UEFA drohte der FIFA und Infantino mit rechtlichen Schritten. Britische Medien zitierten aus einem Schreiben der UEFA. Darin wird die FIFA aufgefordert, die Unterlagen zu dem Vorhaben nicht zu vernichten.
    Infantino wollte die kommerziellen Rechte an den WM-Turnieren teilweise an private Investoren verkaufen. Die Nationalverbände wurden ohne eine wesentliche Unterrichtung über die Details gedrängt, rasch zuzustimmen. Die Pläne stießen bei der UEFA, aber auch bei den Kontinentalverbänden Asiens sowie Mittel- und Nordamerikas auf Ablehnung und wurden schließlich von der FIFA gestoppt.
    Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.