
Die genaue Route hatten die Behörden zuvor nicht bekanntgegeben. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur rollte der Konvoi über die A44, anschließend ging es weiter über die A57 und A42. Schließlich gelangte er von der A2/A3 und über die A31 zum Ziel. Bei dem Großeinsatz waren etwa 2.400 Polizeibeamte eingebunden. Dem Konvoi gehörten neben dem Schwerlasttransporter mit einem Castor-Behälter Dutzende Fahrzeuge der Polizei an. Ein Großteil der Beamten wurde am Start und am Ziel eingesetzt. Einem Polizeisprecher zufolge blieb der Transport "voll im Zeitplan" und war sogar etwas schneller unterwegs als ursprünglich geplant.
Anti-Atom-Demos an mehreren Standorten
Umweltschutz-Verbände und Anti-Atomkraft-Initiativen protestierten an mehreren Standorten. In Jülich fand am Abend eine Mahnwache vor dem Forschungszentrum statt. Einem dpa-Reporter zufolge waren etwa 20 Teilnehmer vor Ort. "Es wären sicherlich mehr Leute gekommen, aber viele kommen wegen der Polizeisperren nicht durch", sagte eine Sprecherin des Aktionsbündnisses "Stop Westcastor". In Ahaus startete zeitgleich eine Demonstration vom Bahnhof zum Rathaus. Das Aktionsbündnis Münsterland sprach von etwa 250 Teilnehmern. In Duisburg versammelten sich an einer Auffahrt zur A42 Dutzende Menschen. Zu der Aktion hatte die Umweltorganisation BUND aufgerufen.
In Jülich lagern noch weitere 151 Castor-Behälter mit Brennelemente-Kugeln aus dem dortigen ehemaligen Forschungsreaktor. Die Transporte der Behälter sind seit Jahren politisch umstritten, wurden im vergangenen Jahr aber genehmigt. Die Kosten dafür betragen nach Angaben der zuständigen Gesellschaft etwa 90 Millionen Euro.
Diese Nachricht wurde am 25.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
