
Frister sagte im Deutschlandfunk
, wenn man die Leihmutterschaft hierzulande erlauben würde, müsste dies gut reguliert werden. Denkbar wäre nach seinen Worten etwa eine Bindung an altruistische Motive. Das würde bedeuten, dass eine Frau das Kind unentgeltlich austrägt und sich nicht aus einer Notsituation heraus dafür entscheidet. Zudem dürfte die Leihmutter nicht verpflichtet sein, das Kind nach der Geburt abzugeben. Frister betonte, es sei schwierig, diese Mechanismen in der Praxis durchzusetzen. Daher sei er in der Frage gespalten.
Prien: CDU wird Haltung nicht ändern
Die steIlvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Familienministerin Prien geht nicht davon aus, dass ihre Partei ihre ablehnende Haltung zu Leihmutterschaften absehbar ändern wird. Die CDU habe ihre Programmatik in diesem Punkt erst im Februar mit einem Parteitagsbeschluss verschärft, sagte Prien dem Medienportal "The Pioneer". Weder die gewerbliche noch die altruistische Leihmutterschaft sei mit dem Werteverständnis der CDU vereinbar.
Dagegen sagte Grünen-Fraktionschefin Haßelmann der Funke Mediengruppe, sie halte eine neue Auseinandersetzung mit dem Thema für geboten. Die Potsdamer Rechtswissenschaftlerin Brosius-Gersdorf warb für eine liberale Lösung. Ein staatliches Verbot der Leihmutterschaft sei ein Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Paare, sagte sie der Zeitung "Die Zeit".
Die Debatte über das Thema war durch die Vaterschaft des inzwischenzurückgetretenen Unionsfraktionschefs Spahn mithilfe einer Leihmutter in den USA angestoßen worden.
Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





