Militäreinsatz
EU-Außenbeauftragte Kallas zur Straße von Hormus: "Das ist nicht unser Krieg"

Ungeachtet der Forderungen von US-Präsident Trump will sich die EU vorerst nicht an einem möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus beteiligen. Niemand wolle sich aktiv in diesen Krieg hineinziehen lassen, sagte die EU-Außenbeauftragte Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.

    Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas
    Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Virginia Mayo)
    Es bestehe derzeit kein Interesse daran, die EU-Marinemission Aspides auszuweiten. Dies galt als eine mögliche Option zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Meerenge. Die Bundesregierung schloss zuvor eine militärische Beteiligung aus. Auch Verteidigungsminister Pistorius erklärte, dies sei nicht "unser Krieg". Großbritannien, Spanien, Japan und Australien lehnten eine Beteiligung ihrer Armeen ebenfalls ab. Die NATO reagierte zurückhaltend. Ein Sprecher sagte lediglich, Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Mittelmeer ergriffen.
    Trump warf etlichen Ländern mangelnde Hilfsbereitschaft vor. Er sagte in Washington, einige Staaten hätten nicht besonders begeistert auf seine Forderung nach einem NATO-Einsatz reagiert. Darunter seien auch Länder, die von den USA seit Jahrzehnten beschützt würden und in denen Zehntausende amerikanische Soldaten stationiert seien. Konkreter wurde der US-Präsident nicht.
    Seit Kriegsbeginn hindert der Iran zahlreiche Schiffe daran, die für den Handel wichtige Meerenge zu passieren.

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    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.