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Startseite@mediasresKeine Brexit-Panikmache in irischen Medien15.01.2019

EU-AustrittKeine Brexit-Panikmache in irischen Medien

Der Brexit ist auch in Irland ein wichtiges Thema. Denn auf die Iren würden im Falle eines britischen Ausscheidens aus der EU viele Veränderungen zukommen. Die Berichterstattung der irischen Medien falle trotzdem relativ nüchtern und ausgewogen aus, so der Journalist Martin Alioth im Dlf.

Martin Alioth im Gespräch mit Isabelle Klein

Anti-Brexit-Protestanten halten eine europäische und eine irische Flagge. (imago stock&people)
Der mögliche Brexit ist für irische Medien ein großes Thema (imago stock&people)
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Wenn sich das britische Parlament heute Abend mit dem Brexit befasst, interessiert das auch viele Menschen im benachbarten Irland. Deswegen hat die irische Qualitätspresse in den vergangenen Monaten auch umfangreich über den möglichen Brexit berichtet, hat der Irland-Experte und freie Großbritannien-Korrespondent Martin Alioth beobachtet.

"Die irische Berichterstattung war sehr breit und ausführlich, weil Irland so betroffen ist und weil die Iren die Briten so gut kennen", sagte Alioth im Gespräch mit @mediasres. Vergleichbar sei das mit der intensiven Berichterstattung über Deutschland in den benachbarten Ländern Schweiz und Österreich.

Zurückhaltende Berichte

Im Vergleich zu britischen Medien hätten sich die großen irischen Zeitungen weitgehend zurückgehalten. Die Berichterstattung sei "wesentlich weniger schrill, aggressiv und parteilich als bei zahlreichen britischen Presseerzeugnissen".

Zwar seien in den irischen Medien weniger Brexit-Gegner als -Befürworter zu Wort gekommen. Unausgewogen seien die Berichte aber dennoch nicht gewesen, sagte Alioth. Stattdessen habe die Trauer darüber dominiert, dass die englisch-irischen Beziehungen inzwischen wieder sehr konfliktbeladen seien.

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