Zypern
EU will vorerst keinen Unterhändler für Ukraine-Friedensgespräche ernennen

Die EU-Staaten wollen vorerst keinen Unterhändler für mögliche Friedensverhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg ernennen. Das wurde bei einem informellen Treffen der EU-Außenminister im zyprischen Limassol deutlich. Die Außenbeauftragte Kallas warnte in diesem Zusammenhang vor einer Falle Moskaus.

    Die Leiterin der Außenpolitik der Europäischen Union, Kaja Kallas (vorne M, l), und der zypriotische Außenminister Constantinos Kombos (vorne M, r), posieren für ein Gruppenfoto mit den EU-Ministern für allgemeine Angelegenheiten während des informellen Treffens der Außenminister in der Hafenstadt Limassol.
    Informelles EU-Außenministertreffen (Petros Karadjias/AP/dpa)
    Kallas betonte, bei Verhandlungen sei der Inhalt weitaus wichtiger als die Frage der Personen. Italiens Außenminister Tajani erklärte, Europa werde über einen möglichen Unterhändler entscheiden, nicht der russische Präsident Putin.
    Hintergrund ist der Vorschlag Putins, den ehemaligen Bundeskanzler Schröder als Vermittler einzusetzen. Als potenzielle Kandidaten waren zuletzt auch die frühere Bundeskanzlerin Merkel, der finnische Präsident Stubb oder Ex-EZB-Chef Draghi genannt worden.
    Weitere Themen des EU-Außenministertreffens sind der Iran-Krieg und die damit verbundene Blockade der Straße von Hormus.
    Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.