Donnerstag, 26. Mai 2022

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Europaspiele in Baku
"Haben kein anderes Instrument als das Wort"

In Baku sind die umstrittenen Europaspiele eröffnet worden. Im Deutschlandfunk sprach der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper über die schwierige Lage in Aserbaidschan und die inhaftierten Oppositionellen. Der Sport sei aber nicht der richtige Ansprechpartner, um Veränderungen herbeizuführen.

Michael Vesper im Gespräch mit Philipp May | 14.06.2015

Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) (imago stock&people)
Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), sagte im Deutschlandfunk, dass ihn kein schlechtes Gewissen plage, dass wegen der Europaspiele in Baku Menschen im Gefängnis sitzen. "Natürlich sind wir besorgt und nicht einverstanden mit vielem, was hier im Land passiert", sagte Vesper, der betonte, dass keine Menschen wegen der Spiele im Gefängnis in Aserbaidschan stecken würden.
"Der Druck wächst"
Vesper argumentierte, dass durch die Austragung der Spiele, "der Druck wächst, etwas zu tun." Im Hintergrund würden auch Gespräche der Bundesregierung und der Deutschen Botschaft in Baku laufen, die auf die Freilassung der Gefangenen hinarbeite.

Er glaube, "dass die Sportveranstaltung helfe Brücken zu bauen", sagte der ehemalige Grünen-Politiker, der auch sagte, dass der deutsche Sport seine Haltung auf Schritt und Tritt zeige. Ein anderes Instrument als das Wort, hätte man aber nicht, um auf die Missstände hinzuweisen.
Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 14. Dezember 2015 nachhören.