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StartseiteCorsoUnübersichtliche Talentsuche16.01.2020

Eurosonic Festival 2020Unübersichtliche Talentsuche

Durch die Digitalisierung der Musikbranche ist es für junge Künstler viel leichter, ein Publikum zu finden als früher. Das sorgt auf Nachwuchs-Festivals wie dem niederländischen Eurosonic für sehr umfangreiche Programme. Für Booker wie Sebastian Heer wird das Geschäft dadurch nicht leichter.

Sebastian Heer im Corsogespräch mit Fabian Elsäßer

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(Eurosonic Festival)
Eine der Entdeckungen beim Eurosonic 2020: die irische Spoken-Word-Künstlerin Sinead O'Brien (Eurosonic Festival)
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"Grob gesagt kann jeder 14-Jähriger jetzt mit seinem I-Phone Musik produzieren, die am Label vorbei direkt Erfolg haben kann, was sicher auch an Transportwegen wie YouTube liegt", sagte Heer, der Bands für die c/o Pop in Köln bucht, im Corsogespräch.

Auch beim Eurosonic wachse das Lineup daher jährlich. Ein weiterer Grund: Länder, die nicht im direkten Fokus der Popkultur liegen wie die Schweiz oder osteuropäische Länder, versuchten inzwischen, ihre Musik in Europa oder weltweit an den Mann zu bringen. Das mache die Auswahl nicht unbedingt leichter.

Sebastian Heer findet das Euronic-Festival, das seit rund 35 Jahren im niederländischen Groningen stattfindet, aber noch "grenzwertig übersichtlich". Beim SWSX in Austin zum Beispiel träten inzwischen fast 2000 Bands binnen einer Woche auf: "Das ist ein Punkt, an dem wirklich keine Übersicht mehr herrscht." 

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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