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Evaluierungskommission Freiburger SportmedizinMahler: Singlers Vorwürfe nicht nachvollziehbar

Nach der Trennung der Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin vom Kommissionsmitglied Andreas Singler, verteidigte Hellmut Mahler, stellvertretender Leiter der Kommission, im DLF die Vorsitzende Letizia Paoli gegenüber Vorwürfen der Unfähigkeit von Seiten Singlers. Die Kommission strebe an, die Sacharbeit weiterzuführen und noch in diesem Jahr zu einem Abschlussbericht zu kommen.

26.04.2015

Die Pressemitteilung der Kommissionsvorsitzenden Letizia Paoli beschreibe, wieso die Kommission die Zusammenarbeit mit Andreas Singler beenden möchte, so Mahler. Dort heißt es: Leider sei das Vertrauensverhältnis zwischen der Kommission und Dr. Singler in den vergangenen Monaten durch seine eigenmächtigen Aktionen und die Weigerung zur Mediation, Kommunikation und Kooperation zerstört worden. Insbesondere sein unabgesprochenes Verhalten bei der Vorveröffentlichung aus dem unfertigen Gutachten, das die beiden Fußballvereine VfB Stuttgart und SC Freiburg und den Bund Deutscher Radfahrer belastet habe, aber auch bei der geplanten Einrichtung einer Forschungsstelle Sportmedizin der Universität Freiburg machten eine weitere Zusammenarbeit mit der Kommission unmöglich. Dies sei ein schwerer Verstoß gegen die Verschwiegenheitsverpflichtung gewesen. Auch seien urheberrechtliche Aspekte bezüglich des Abschlussberichtes missachtet worden.
Die Trennung von Singler könne nur durch den Rektor vollzogen werden. Singler hatte selbst verkündet, zurücktreten zu wollen und die Präsidentin der Kommission der Unfähigkeit und die anderen Mitglieder der Kommission der Untätigkeit bezichtigt.
Dazu sagte Mahler, Singler sei als persönlicher Assistent von Paoli angestellt und auch bezahlt worden. Die anderen Mitglieder erhielten nur Geld nur für Sitzungen. Darüber hinaus sei die Mitgliedschaft in der Kommission eine ehrenamtliche Tätigkeit, die neben einem normalen Beruf ausgeführt werden müsse.
Den Vorwurf der Unfähigkeit von Frau Paoli sei für ihn nicht nachvollziehbar, und er glaube, keiner in der Kommission könne diese Aussage Singlers mittragen. Paoli habe zudem immer auf Freigabe der Akten insistiert, die den Arzt Armin Klümper belasten, ihre Bemühungen seien ernster und deutlicher geworden, bis schließlich die Akten im Januar 2015 zugänglich gemacht worden seien.
Das vollständige Gespräch können Sie als Audio-on-Demand nachhören.