
Dröge bemängelte, dass künftig bei Öl- und Gasheizungen ein wachsender Anteil des Betriebs mit Brennstoffen wie Biomethan und Wasserstoff erfolgen soll. Die Grünen-Politikerin betonte, beide seien knapp und extrem teuer und würden auch in der Industrie dringend gebraucht. Wörtlich sprach von Dröge von einer "Luxusgasquote". Sie unterstrich in unserem Programm, im Betrieb seien Wärmepumpen heute schon günstiger als etwa die Gasheizung.
Reiche (CDU): "wieder mehr Entscheidungsfreiheit"
Bundeswirtschaftsministerin Reiche hatte die geplante Reform zuvor gegen Kritik verteidigt. Es gehe darum, die Bürger in die Lage zu versetzen, ihre Anlagen kosten- und klimaeffizient zu modernisieren, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. Beim Austausch gebe es wieder mehr Entscheidungsfreiheit. Dabei werde der Einbau klimafreundlicher Systeme finanziell unterstützt.
Unterschiedliche Reaktionen auf Reform des Heizungsgesetzes
Die Intereressensvertretung der privaten Haus- und Wohnungseigentümer unterstützt die geplante Reform des sogenannten Heizungsgesetzes. "Haus & Grund"-Präsident Warnecke sagte im Deutschlandfunk, beim Einbau einer neuen Heizung wären damit zwei Dinge maßgeblich, nämlich der Zustand des Gebäudes und die tatsächliche Energieversorgung. Damit wäre der Weg frei, die Energiewende bezahlbar zu machen. Der Deutsche Mieterbund erklärte hingegen, mit den gelockerten Vorgaben entfielen für Vermieter Anreize für den Einbau klimafreundlicher Heizungen. Damit würden die Kosten der Wärmewende vor allem auf die Mieter abgewälzt.
Die Pläne von Union und SPD sehen vor, dass auch in Zukunft neue Öl- und Gasheizungen eingebaut werden dürfen. Die Förderung klimafreundlicher Anlagen wie Wärmepumpen soll bis mindestens 2029 laufen. Zudem entfällt die Regelung, dass jede neue Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden muss.
Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



