Wirtschaft
EZB-Chefvolkswirt Lane warnt vor Inflationsschub im Fall eines längeren Iran-Kriegs

Ein ​längerer Krieg im Nahen und Mittleren Osten erhöht nach Angaben der Europäischen Zentralbank die Gefahr eines Inflationsschubs in der Euro-Zone. Das Ausmaß hinge vor allem von der ⁠Dauer des Konflikts ab, sagte Chefvolkswirt Lane der Financial Times. Die EZB werde die ⁠Lage beobachten.

    Euro-Symbol vor der EZB in Frankfurt
    Euro-Symbol vor der EZB in Frankfurt (Imago / Joerg Boethling )
    Ähnlich äußerten sich andere Ökonomen. Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Krämer, erklärte, sollte sich der Iran-Krieg über Wochen oder sogar Monate hinziehen, würde die Inflationsrate schätzungsweise um mehr als einen Prozentpunkt auf knapp drei Prozent steigen. Das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Grimm, warnte vor einem "Energieschock" infolge steigender Öl- und Gaspreise. Der Preis für Erdgas etwa ist an der Börse in Amsterdam auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen.
    Die Grünen warfen der Bundesregierung vor, Deutschland mit ihren geplanten Reformen, etwa beim sogenannten Heizungsgesetz, in der Abhängigkeit von fossilen Energien zu halten. Abgesehen von Preissteigerungen sei das auch ein Frontalangriff auf die Energiesicherheit.
    Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.