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StartseiteSport am WochenendeCornelius Göbel: „Das war heute ein sehr schöner Moment“08.02.2020

Fanbeauftragter des HSV zu Pyro-Experiment:Cornelius Göbel: „Das war heute ein sehr schöner Moment“

Vor dem Heimspiel des Hamburger SV durfte heute erstmals im deutschen Fußball legal Pyrotechnik abgebrannt werden. Der Verein hatte sich das vom Deutschen Fußball-Bund genehmigen lassen. Es sei eine gelungene Premiere gewesen, sagte der HSV-Fanbeauftragte Cornelius Göbel im Dlf.

Cornelius Göbel im Gespräch mit Astrid Rawohl

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 Hamburger SV vs Karlsruheer SC 2:0 08.02.2020, Volksparkstadion, BundesLigaspiel, 2. Bundesliga, Hamburger SV vs Karlsruheer SC 2:0 im Bild: Offizielle Phyro Vorstellung vor dem Spiel beim HAMBURGER SV *** Hamburger SV vs Karlsruheer SC 2 0 08 02 2020, Volksparkstadion, BundesLigaspiel, 2 Bundesliga, Hamburger SV vs Karlsruheer SC 2 0 in the picture Official Phyro presentation before the game at HAMBURGER SV PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY (Imago)
Die Fans des Hamburger SV durften heute zum ersten Mal in einem deutschen Stadion legal Pyrotechnik abbrennen (Imago)
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"Ihr seht schwarz. Wir sehen schwarz-weiß-blau!" war auf Spruchbändern der HSV-Fans vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC (2:0) zu lesen. Fahnen in den Vereinsfarben wehten. "Hinter einem der Spruchbänder wurde passend zu den Vereinsfarben und den Fahnen entsprechender Rauch eingesetzt - als Stilmittel", so Cornelius Göbel, Fanbeauftragter beim Hamburger SV im Deutschlandfunk.

Im Vorfeld seien alle "sehr, sehr gespannt" gewesen. In der Woche vorher habe man ja eher das Gefühl gehabt, dass die Pyrotechnik einzeln eingesetzt und man zehn einzelne Fans sehen würde, so Göbel: "Das war ja heute nicht der Fall. Es war eingebettet in eine Choreographie. Und es war, glaub ich, in der Gesamtwirkung sehr schön anzusehen."

Noch zu früh für eine finale Bewertung

Jetzt wolle man sich genug Zeit lassen, um ein endgültiges Fazit zu ziehen. Zunächst würden Erkenntnisse ausgewertet und reflektiert. "Das müssen wir mit den Netzwerkpartnern tun. Das muss die Fanszene auch für sich tun", so Göbel, der es für zu früh hält, kurz nach dem Spiel eine finale Bewertung abzugeben.

 HSV - Fans zünden legales / kaltes Pyro / Pyrotechnische Gegenstaende / Bengalos / Bengalische Feuer / Feuerwerkskoerper auf der Nordkurve / die Feuerwehr schaut zu beim Spiel zwischen Hamburger SV und Karlsruher SC , 08.02.2020. DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO GER, Fussball, Bundesliga, Hamburger SV und Karlsruher SC, 08.02.2020 Hamburg *** HSV fans ignite legal cold pyro Pyrotechnic objects Bengalos Bengal fireworks fireworks on the north curve the fire department watches the match between Hamburger SV and Karlsruher SC , 08 02 2020 DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI VIDEO GER, Football, Bundesliga, Hamburger SV and Karlsruher SC, 08 02 2020 Hamburg Copyright: xSudheimer/xEibner-Pressefotox EPwse (Imago)Die Hamburger Feuerwehr war auf die Pyroshow auf der Nordtribüne vorbereitet worden. (Imago)

Vor dem Spiel bestand die Sorge, dass sich einige Fans nicht an Absprachen halten und ihre eigene Pyrotechnik abbrennen könnten. Doch alle hielten sich an die Regeln, weshalb Cornelius Göbel vom HSV von einer "eindeutig bestandenen" Bewährungsprobe sprach:

"Ich glaube, das war auch genau der richtige Schritt. Wir haben heute gemerkt, dass es richtig war, der Fanszene auch da das Vertrauen entgegenzubringen und eine schöne Choreographie zu sehen."

Zu welchem Fazit kommen die Ultras?

Vor einem Jahr habe man den Prozess begonnen und immer wieder Gespräche mit Vertretern der Fanszene geführt. In Zukunft könne es Rückschläge oder Widersprüche geben: "Die Subkultur der Ultras kann zu dem Fazit kommen, dass es nicht in die richtige Richtung geht." Man sei beim HSV aber froh, den ersten Schritt gegangen zu sein. Göbel: "Am Ende ist es wichtig: Wenn Pyrotechnik zum Einsatz kommt, dann muss sie sicher zum Einsatz kommen."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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