"Welt am Sonntag"
"Fatales Signal": Union kritisiert Klingbeils Steuerpläne für bestimmte Vereine

Aus der Union kommt Kritik an Steuerplänen des SPD-geführten Bundesfinanzministeriums. Danach sollen die Freibeträge für steuerpflichtige Vereine gesenkt werden.

    Der CDU-Politiker Fritz Güntzler steht im dunklen Anzug an einem Rednerpult im Bundestag und spricht. Er hat seine Hände auf den Unterlagen, vor ihm stehen Mikrofone und ein Wasserglas.
    Der finanzpolitischer Sprecher der Union im Bundestag, Fritz Güntzler (Archivfoto vom November 2025), kritisiert die Steuerpläne für Vereine. (picture alliance / Flashpic / Jens Krick)
    Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Güntzler, sagte der "Welt am Sonntag", er frage sich, ob man sich für Mehreinnahmen von 45 Millionen Euro den erwartbaren Ärger mit den Vereinen einhandeln wolle. Wörtlich sprach er von einem fatalen Signal.
    Laut dem Referentenentwurf, aus dem die Zeitung zitiert, soll es statt eines Freibetrages von 5.000 Euro eine Freigrenze von 1.000 Euro geben. Die Regelungen würden für Vereine gelten, die wirtschaftliche Interessen verfolgen, darunter neben Wirtschaftsverbänden auch Vereine mit großen Immobilienbeständen sowie Profisportvereine. Nicht betroffen wären gemeinnützige Vereine, also kleine Sportvereine, Musik- und Feuerwehrvereine. Diese sind ohnehin von fast allen Steuerarten befreit.
    Diese Nachricht wurde am 08.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.