Donnerstag, 18. August 2022

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Festival Alte Musik Knechtsteden 2018
Ensemble Heinavanker

Das Vokalensemble Heinavanker entwarf beim Festival Alte Musik Knechtsteden ein vielstimmiges Porträt früher geistlicher Musik aus Estland. Zwischen baltischen Runenliedern und westeuropäischer Polyphonie bewegte sich das Programm der Gregorianischen Nacht in der romanischen Klosterbasilika.

Am Mikrofon: Bernd Heyder | 22.04.2019

    Das Ensemble Heinavankar 2018 bei seinem Auftritt in der Basilika Knechtsteden, bekleidet mit langen Gewändern
    Das estnische Ensemble Heinavankar 2018 bei seinem Auftritt in der Basilika Knechtsteden (Michael Rathmann )
    Mündliche Überlieferung hat die Runenlieder des baltischen Raumes über mehrere Jahrtausende geprägt und bewahrt. Seit der Christianisierung des europäischen Nordostens im Hochmittelalter verbinden sich in ihnen die poetischen Bilder aus der germanischen Mythologie mit christlichen Traditionen und Glaubensinhalten. Das war der Ausgangspunkt des estnischen Ensembles Heinavanker für sein Programm beim Festival Alte Musik Knechtsteden.
    In den mehrstimmigen Fassungen ihres künstlerischen Leiters Margo Kõlar setzen die sechs Sängerinnen und Sänger dieses besondere geistliche Volksliedrepertoire ihrer Heimat in Beziehung zu polyphoner Kirchenmusik, die im 14. und 15. Jahrhundert aus dem Westen und Süden Europas über die bewährten Land- und Seerouten der Hanse nach Estland kam.
    "Wach auf, mein Herz"
    Estnische Runenlieder und frühe Vokalpolyphonie aus dem Westen Europas
    Ensemble Heinavanker
    Leitung: Margo Kõlar
    Aufnahme vom 28. September 2018 aus der Klosterbasilika Knechtsteden