
An der französischen Atlantikküste bei Bordeaux müssen rund 67.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Orte am Becken von Arcachon würden evakuiert, sagte Frankreichs Innenminister Nuñez. Von Cap Ferret aus würden für die Evakuierung auch Schiffe eingesetzt. Die zuständige Präfektur teilte mit. Das Feuer habe sich auf 12.500 Hektar Fläche ausgedehnt und bislang mehr als 50 Häuser und einen Campingplatz zerstört. Die Feuerwehr sei mit 1.000 Einsatzkräften, neun Löschflugzeugen und zwei Löschhubschraubern im Einsatz.
Spanien ruft nationalen Notstand aus
In Spanien haben sich mehrere Brände in der Nähe der Hauptstadt Madrid zu einer einzigen Feuerfront zusammengeschlossen. Mehr als 20.000 Menschen mussten nach Angaben eines Regierungssprechers ihre Häuser verlassen. Die Regierung rief den nationalen Notstand aus. Das Innenministerium in Madrid begründet den Schritt damit, dass gleich mehrere große Brände außer Kontrolle sind und dazu die Wetterlage die Feuer begünstige. Durch die Ausrufung des Notstands kann der Staat mehr Geld bereitstellen, und das Militär übernimmt die Einsatzleitung. Durch Waldbrände sind in Spanien in diesem Jahr schon fast 130.000 Hektar Land verbrannt.
EU unterstützt Löscharbeiten
Die EU-Kommission erklärte in Brüssel, dass vier Canadair-Flugzeuge nach Spanien entsandt werden und drei nach Frankreich. Beide Länder würden zudem mit Satellitenbildern des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus versorgt, um die Löscharbeiten vor Ort zu unterstützen.
Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






