
+++ Frankreichs Außenminister Barrot hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran kritisiert.
Der Einsatz von Gewalt erlange nur durch den UNO-Sicherheitsrat die nötige Legitimität. Das Vorgehen hätte in den entsprechenden Gremien debattiert werden müssen, erklärte Barrot in Paris.
+++ Das israelische Militär meldet die Tötung des Hisbollah-Geheimdienstchefs.
Hussein Makled sei bei einem Angriff in Beirut im Libanon ums Leben gekommen, teilte die israelische Armee mit.
+++ Die internationale Atomenergiebehörde IAEA hat bisher keine Hinweise auf Schäden an iranischen Nuklearanlagen.
Bislang gebe es keine vergleichbaren Angriffe wie die im Juni 2025. Damals nahmen die USA und Israel Anlagen des iranischen Atomprogramms unter Beschuss, nach eigenen Angaben um den Iran an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu hindern. Der iranische Botschafter bei der IAEA hatte zuvor laut Nachrichtenagenturen gesagt, dass die Nuklearanlage nahe der Stadt Natanz Ziel der Angriffe gewesen sei.
+++ Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben den Amtssitz des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu angegriffen.
Auch das Hauptquartier des israelischen Luftwaffenkommandanten sei mit Raketen beschossen worden. Reporter bestätigten eine Reihe von Explosionen über Jerusalem. Israels Armee meldete den Einsatz von Abfangsystemen. Über Schäden oder Opfer ist noch nichts bekannt.
+++ Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 555 Menschen getötet worden.
Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung der Organisation in der Islamischen Republik. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen. In einer Analyse der in Washington ansässigen Denkfabriken Institute for the Study of War (ISW) und American Enterprise Institute heißt es, bislang seien mehr als 2.000 Ziele attackiert worden.
+++ Irans Sicherheitsratschef Laridschani hat jegliche Gespräche mit den Vereinigten Staaten abgelehnt.
„Wir werden nicht mit den USA verhandeln“, erklärte Laridschani im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, mit Washington Kontakt aufzunehmen. Laridschani warf US-Präsident Trump vor, die Region „ins Chaos gestürzt“ zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
