Sonntag, 14. April 2024

"Segu"
Französische Schriftstellerin Maryse Condé gestorben

Die aus Guadeloupe stammende französische Schriftstellerin Maryse Condé ist tot. Sie starb im Alter von 90 Jahren in Südfrankreich, wie ihre Familie mitteilte. In rund 30 Büchern hat sie sich mit Afrika, der Sklaverei und den vielfältigen schwarzen Identitäten auseinandergesetzt.

03.04.2024
    Die französische Autorin Maryse Condé im Jahr 2021
    Die französische Autorin Maryse Condé im Jahr 2021 (AFP / CLEMENT MAHOUDEAU)
    In ihrem erfolgreichsten Werk "Segu" (1984) erzählte sie die Geschichte einer westafrikanischen Königsfamilie zur Zeit des transatlantischen Sklavenhandels. Ihr letztes Buch war "Das Evangelium der neuen Welt", eine Neufassung des Neuen Testaments.
    Mehrfach war Condé für den Literatur-Nobelpreis nominiert. 2018 erhielt sie den Alternativen Literaturpreis, der von schwedischen Kulturschaffenden einmalig als Reaktion auf die Nicht-Vergabe des Nobelpreises für Literatur vergeben wurde.
    Sie lebte unter anderem in Guinea, Ghana, Senegal und den USA. Dort lehrte sie an verschiedenen Hochschulen und eröffnete an der Columbia University in New York ein Zentrum für frankophone Studien.
    Mehr zu Leben und Werk von Maryse Condékönnen Sie in diesem Archiv-Beitrag aus der Sendung "Büchermarkt" lesen und hören.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.