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StartseiteSport am Wochenende"Wollen versuchen ein guter Gastgeber zu sein"05.06.2016

Fußball-EM"Wollen versuchen ein guter Gastgeber zu sein"

Nur wenige Tage vor Beginn der EM in seinem Heimatland, blickt der französische Botschafter in Deutschland, Philippe Etienne, mit Vorfreude auf das Turnier. Zwar nehme man den Sicherheitsaspekt ernst, "aber er soll uns nicht davon abhalten, die EM zu einem großen Fest werden zu lassen", sagte Etienne im DLF.

Philippe Etienne im Gespräch mit Tobias Oelmaier

Offizieller Spielball der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich (dpa / picture alliance Christian Charisius)
Offizieller Spielball der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich (dpa / picture alliance Christian Charisius)
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"Wir nehmen den Sicherheitsaspekt sehr ernst, aber er soll uns nicht davon abhalten, die Europameisterschaft zu einem großen Fest werden zu lassen", sagte Philippe Etienne, der franzöische Botschafter in Deutschland, im DLF. 

Niemals zuvor sei eine Veranstaltung in Frankreich derart gut gesichert gewesen. Insgesamt werden 90.000 Sicherheitskräfte in den Stadien und Fanmeilen im Einsatz sein, verriet der Botschafter. "Wir haben alles getan, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen."

Der französische Botschafter in Deutschland, Philippe Etienne. (picture alliance / dpa / Lukas Schulze)Der französische Botschafter in Deutschland, Philippe Etienne. (picture alliance / dpa / Lukas Schulze)

"Ein Zeichen der Freundschaft"

Etienne bedankte sich auch noch einmal für die Aktion des Deutschen Fußball-Bundes, der seine Mannschaft für das Turnier in der französischen Botschaft in Berlin präsentiert hatte. "Wir waren sehr berührt, das war ein Zeichen der Freundschaft."  

Das Erstarken der rechtspopulistischen Partei Front National bereite dem Botschafter im Hinblick auf die durch viele Nationalitäten geprägte französische Nationalmannschaft keine Sorgen. "Die Franzosen haben eine leidenschaftliche und anspruchsvolle Beziehung zu 'Le Bleus'", sagte Etienne. Die Nationalmannschaft sei ein Symbol der Gesellschaft, sie werde als Spiegel der Gesellschaft betrachtet.

Angesprochen auf die vierjährige Sperre des ehemaligen UEFA-Präsidenten und französichen Fußballidols Michel Platini der bei der EM in seinem Heimatland kein Spiel besuchen wird, sagte der 60-Jährige, dies dies nicht so wichtig sei. "Wir werden vor allem die Spiele sehen. Es ist eine große Chance, dass unsere Mannschaft zuhause spielt. Wir wollen versuchen ein guter Gastgeber für alle Mannschaft und für das Publikum zu sein. Das ist das Wichtigste."

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