
Es war die erste offizielle Äußerung Israels nach den zweitägigen Gesprächen in Katars Hauptstadt Doha. Der israelische Sender "Channel 12" berichtet hingegen, Diplomaten hätten sich enttäuscht über Israels fehlende Kompromissbereitschaft bei den Verhandlungen gezeigt. Eines der letzten Hindernisse für eine Einigung sei Israels Forderung nach einer dauerhaften Kontrolle der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. Die Hamas lehnt eine derartige Grenzkontrolle ab und verlangt einen kompletten Abzug der israelischen Armee. Strittig soll zudem die Frage der Rückkehr von geflohenen Bewohnern des Gazastreifens vom Süden in den Norden sein.
US-Außenminister Blinken in Israel erwartet
US-Außenminister Blinken wird heute in Israel zu neuen Gesprächen über eine Waffenruhe im Gazastreifen erwartet. US-Diplomaten halten eine Einigung für möglich. "Wir glauben, dass die Vereinbarung nun geschlossen und umgesetzt werden kann", gab sich ein hochrangiger US-Vertreter vor Journalisten optimistisch. In Israel wird Blinken voraussichtlich mit Regierungschef Netanjahu zusammentreffen.
Die Verhandlungen über eine Waffenruhe und die Freilassung der in den Gazastreifen verschleppten israelischen Geiseln sollen kommende Woche in Kairo fortgesetzt werden. Vertreter der Hamas äußerten sich bisher zurückhaltend.
Die Gespräche finden unter Vermittlung Katars, Ägyptens und der USA statt.
Nahost-Krisengipfel: Worum es bei den Verhandlungen in Doha geht
Diese Nachricht wurde am 18.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.