
Zuerst wurde in einem Gottesdienst unter der Leitung des Prager Erzbischofs Graubner an das Verbrechen erinnert. Anschließend legten die Teilnehmer Kränze an der Gedenkstätte nieder. Der Veranstaltung wohnten nach Angaben von Radio Prag mehr als hundert Gäste bei.
Am 10. Juni 1942 hatten die Nationalsozialisten alle Männer des Dorfes Lidice ermordet, die Frauen und die meisten Kinder wurden in Konzentrationslager verschleppt. Einzelne Kinder wurden an regimetreue deutsche Familien vermittelt. Das Massaker galt als Vergeltung für den Mordanschlag auf den Gestapo-Chef und sogenannten Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Heydrich, im Mai 1942 in Prag. Das zerstörte Dorf wurde nach Kriegsende in direkter Nähe neu aufgebaut. Am alten Standort von Lidice befinden sich eine Gedenkstätte und ein Museum.
Diese Nachricht wurde am 10.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
