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Gelebtes DeutschGegen die Verrohung der Sprache

Der bayrische Lehrer- und Lehrerinnen-Verband schlägt Alarm: Sprache und Umgangsformen verändern sich zum Negativen. In einem Manifest gegen die Verrohung der Sprache beklagen die Pädagogen auch einen Stimmungswandel in der Gesellschaft.

Von Eva-Maria Götz und Petra Ensminger | 11.11.2016

Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-Verbands.
Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-Verbands. Der Verband veröffentlichte kürzlich ein Manifest gegen die Verrohung von Sprache und Umgangsformen. (imago stock&people / HRSchulz)
"Wir erleben eine Aggressivität, eine Sprache des Hasses, der Geringschätzung und Diskriminierung, persönliche Beleidigungen, bewusste Kränkungen und Ausgrenzung in Wort und Handeln."

Damit ist sowohl der raue Umgangston auf Schulhöfen und in Klassenzimmern gemeint, als auch der in Parlamenten, Medien und den sozialen Netzwerken. Schließlich ist Schule, so der LehrerInnenverband, ein Spiegel der Gesellschaft, so wie auch der Sprachgebrauch ein Ausdruck gesellschaftlicher Befindlichkeit ist.

Aber "verroht" unsere Sprache tatsächlich? Und wenn ja, was kann man wirklich daran ablesen? Das Thema in der Lebenszeit, und mit dabei sind:
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Gesprächsgäste:
  • Simone Fleischmann, Präsidentin des bayrischen Lehrer- und Lehrerinnen-Verbands
  • Prof. (em.) Dr. Rudi Keller, Sprachwissenschaftler
  • Laura Simmler, Schülerin des Albert-Martmöller-Gymnasiums, Witten, Bezirksschülersprecherin Ennepe-Ruhr-Kreis