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GesellschaftWoher kommen unsere Vorbehalte gegenüber Ausländern?

Vor ein paar Tagen in einem abgelegenen Eifel-Dorf: "Toll, dass wir jetzt Flüchtlingsfamilien im Dorf haben. Da brauche ich gar nicht mehr in Urlaub fahren, denn die bringen uns die Welt ins Haus. Ich finde das spannend." "Aber wer weiß, wie die Fremden denken und welche Gefahren sie mitbringen? Also ich habe jetzt Angst, nachts allein durchs Dorf zu gehen."

Von Judith Grümmer und Michael Roehl (Moderation) | 11.12.2015

Kinder von Migranten in berufsbildender Schule, Frankfurt am Main 2009
Entscheiden auch Bildungsstand und Sozialstatus mit darüber, ob wir mit Skepsis oder Neugier auf Fremde reagieren? (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)
Dieselbe Situation, zwei Einschätzungen. Die Furcht, fremd im eigenen Land zu werden, ist älter als die aktuelle Wanderbewegung von Flüchtlingen nach Europa.
Doch wo liegen die Ursachen dafür? Sind es Elternhaus und Freundeskreis, die mit darüber entscheiden, ob wir eher mit Ablehnung oder Offenheit auf Fremde reagieren? Sind es die Erfahrungen, die wir mit Menschen aus anderen Kulturen gemacht haben? Oder entscheiden auch Bildungsstand und Sozialstatus mit darüber, ob wir mit Skepsis oder Neugier auf Fremde reagieren?
Woher kommen unsere Vorbehalte gegenüber Ausländern? Mit diesen Fragen befasst sich die Lebenszeit.
Sie können mitdiskutieren. Rufen Sie kostenfrei an oder schreiben Sie uns: Tel: 00 800 4464 4464 und E-Mail: lebenszeit@deutschlandfunk.de
Unsere Gesprächsgäste:
  • Prof. Klaus J. Bade, Historiker, Migrationsforscher
  • Prof. Dr. Amélie Mummendey, Sozialpsychologin
  • Dr. Bernd Wagner, Extremismusexperte, EXIT-Deutschland
  • René Jahn, Ex- Vizechef der Pegidabewegung