Sparvorschläge
Gesundheitsministerin Warken gegen starke Abstriche bei Partnerversicherung

Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU) will die Sparempfehlungen der Finanzkommission Gesundheit nur teilweise umsetzen. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wandte sie sich etwa gegen zu große Einschnitte bei der Familienversicherung.

    Eine Frau Mitte vierzig mit blonden, schulterlangen Haaren, Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), spricht bei einer Pressekonferenz  am 11. Februar
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Die Empfehlung der Kommission sieht vor, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern ohne Kinder unter sechs Jahren abzuschaffen. Warken plädierte dagegen für Ausnahmen bei der Mitversicherung, die über jene für Ehepartner mit kleinen Kindern hinausgingen. Zum Beispiel leisteten pflegende Angehörige einen so wichtigen Beitrag, dass es nur schwer begründbar sei, sie an dieser Stelle finanziell zu belasten.
    Offen zeigte Warken sich für den Vorschlag, anlasslose Hautkrebsuntersuchungen einzuschränken. ⁠Auch ⁠begrüßte sie die Idee, die Selbstbeteiligung von ⁠Patienten an Medikamenten um die Hälfte auf 7,50 Euro bis zehn Euro ⁠je Packung zu erhöhen.
    Die von ihr eingesetzte Kommission hatte am Montag 66 Empfehlungen zur Stabilisierung der Kassenbeiträge vorgestellt. Dazu zählen zum Beispiel auch höhere Zuzahlungen für Medikamente sowie Steueraufschläge auf Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Getränke.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.