Archiv

Reisefreiheit und Mauerfall
Verzweifelte Genossen im SED-Zentralkomitee

Mit der Rücktrittserklärung Erich Honeckers am 18. Oktober 1989 beginnt die Götterdämmerung im SED-Zentralkomitee der DDR. Die Tonprotokolle aus den letzten Sitzungen des Gremiums belegen, wie kopf- und orientierungslos die Parteigenossen auf die Umwälzungen in ihrem Land reagiert haben.

Groth, Michael |
Der damalige DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker (rechts) mit dem Vorsitzenden des Ministerrates, Willy Stoph (Mitte) und Egon Krenz, Mitglied des Politbüros, auf der Ehrentribüne anlässlich der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Berliner Mauer im Jahr 1986 (Schwarz-Weiß-Aufnahme)
Hatten der Auflösung der DDR nichts mehr entgegenzusetzen: SED-Generalsekretär Erich Honecker (rechts), der Vorsitzende des Ministerrates, Willy Stoph (Mitte), und Politbüro-Mitglied und späterer Honecker-Nachfolger Egon Krenz (Imago/Sommer)