Klimawandel
Greenpeace schätzt Schäden durch Hitze-Sommer in Deutschland auf 36 Milliarden Euro

Der Sommer mit seinen Hitzewellen hat in Deutschland nach Schätzungen von Greenpeace volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe angerichtet.

    Sonne und blauer Himmel
    Sonne und blauer Himmel. Der Sommer war sehr heiß und trocken. (picture alliance/dpa)
    Die Organisation geht von insgesamt 36 Milliarden Euro aus. Dies entspreche knapp einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts, heißt es. In die Berechnung seien unter anderem Schadensschätzungen aus den Bereichen Verkehr, Gesundheit, Forst- und Landwirtschaft eingeflossen - durch Ernte- und Produktionsausfälle, Waldbrände und Gesundheitskosten. Die Organisation weist darauf hin, dass ihre Berechnungen keine punktgenaue Kostenschätzung darstellten, da unter anderem nicht für alle Bereiche tagesaktuelle Daten vorlägen. Es gehe vielmehr darum, eine Größenordnung der Schäden zu liefern. Der Greenpeace-Finanzexperte Mauricio Vargas erklärte, ein "weiter so" könne man sich nicht mehr leisten. Die Bundesregierung müsse auf der anstehenden Kabinettsklausur mit dem gebotenen Ernst auf die Klimakrise reagieren.

    Auch Kreditversicherer Allianz Trade rechnet mit Milliarden-Verlusten durch Hitze

    Bereits im Mai hatte auch der Kreditversicherer Allianz Trade gewarnt, dass der deutschen Wirtschaft durch extreme Hitze Verluste in Milliardenhöhe drohten. In seiner Analyse hieß es, sollten sich die Hitzewellen wiederholen, müsse Deutschland zwischen 2026 und 2030 mit Verlusten von bis zu 131 Milliarden US-Dollar rechnen. Laut Allianz Trade ist für Unternehmen besonders die doppelte Belastung problematisch: Steigende Temperaturen senkten die Produktivität, während gleichzeitig die Energiekosten durch einen höheren Kühlbedarf anstiegen.
    Diese Nachricht wurde am 24.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.