Joey's Pizza Service tut es, die Kamps Bäckerei tut es, Backwerk, Nordsee, Mrs.Sporty, Yves Rocher, The Body Shop - und neben Burger King auch McDonald's: Sie alle vergeben ihr Geschäftskonzept im Franchising an rechtlich selbstständige Unternehmer. Die dürfen dann die entsprechenden Markennamen verwenden, die Produkte herstellen und vertreiben - und das alles gegen eine Gebühr.
Das hat Vorteile für den Franchisegeber: Der spart so nämlich die Investitionen in den Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes - und damit natürlich auch die Risiken. Gleichzeitig aber wirkt der Auftritt der Marke am Markt einheitlich. Die rechtliche Selbstständigkeit, die der Franchisenehmer hat, dürfte sich darin zeigen, dass der mit mehr Motivation an seine Arbeit geht: Es ist schließlich sein Geschäft.
Der Franchisemarkt wächst stark
Die Idee - ursprünglich in den USA entwickelt - kommt an: Der Franchisemarkt wächst kräftig. So ist der Umsatz im vergangenen Jahr um 150 Prozent auf knapp 63 Milliarden Euro geklettert. Knapp 1.000 Franchisegeber gibt es - darunter 45 Prozent aus dem Dienstleistungsbereich, ein Viertel auf dem Handel, ein knappes Fünftel aus dem Gastgewerbe und der Rest aus dem Handwerk.
76.500 Franchisenehmer gibt es, die gut eine halbe Million Menschen beschäftigen - ein gutes Drittel mehr als 2012. Rechtlich sind die Franchisenehmer für die Mitarbeiter verantwortlich, da sie ja als rechtlich selbstständige Unternehmer agieren. Der Franchisegeber ist da eigentlich raus. Aber es dürfte ihn nicht kaltlassen, wenn durch den Entzug der Franchisekonzession Menschen ihren Job verlieren. Denn das schadet dem Ruf des Geschäfts insgesamt.