Gemeinsame Erklärung
Grönland-Konflikt: Deutschland und weitere Länder weisen Trumps neuerliche Zoll-Drohung zurück

Deutschland und weitere europäische Länder haben die Drohung von US-Präsident Trump mit Sonderzöllen im Grönland-Konflikt zurückgewiesen. Damit untergrabe die US-Regierung die transatlantischen Beziehungen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von Deutschland, Dänemark, Frankreich und Großbritannien.

    Bunte Häuser der Hauptstadt Nuuk in Grönland inmitten von Schnee
    In Grönland ist die Sorge groß, dass die USA ihr Land übernehmen könnten. (picture alliance / TT Nyhetsbyran / Johan Nilsson / TT)
    Zugleich warnten die Länder vor einer Eskalation in dem Streit und betonten, die von Dänemark koordinierte Übung "Arctic Endurance" sei eine Antwort auf die Notwendigkeit größerer Sicherheit in der Arktis. Die Übung stelle für niemanden eine Bedrohung dar.
    Weiter heißt es, man sei bereit, in einen Dialog einzutreten und zwar auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität.
    Nach Ansicht von US-Präsident Trump kann Dänemark die Sicherheit für die autonome Insel Grönland nicht gewährleisten. Weil er nach eigenen Angaben damit auch nationale Interessen der Vereinigten Staaten bedroht sieht, beansprucht Trump Grönland für die USA.
    Über die Zolldrohungen Trumps beraten heute auch noch Vertreter aller EU-Staaten in Brüssel. Nach Angaben der zypriotischen Ratspräsidentschaft findet das Treffen auf Botschafterebene statt.
    Trump hatte Strafzölle von zehn Prozent ab Februar für Staaten angekündigt, die seiner Forderung nach Kontrolle über Grönland entgegenstehen. Er nannte Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande. Ab Juni sollen die Zölle dann auf 25 Prozent erhöht werden, und zwar so lange, bis eine Vereinbarung zum Kauf Grönlands durch die USA gefunden wurde.

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    Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.