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Günter-Wallraff-Preis für JournalismuskritikAuszeichnung geht an Raif Badawi und das "European Journalism Observatory"

Demonstranten vor der saudischen Botschaft in London fordern die Freilassung von Raif Badawi. (picture alliance / EPA / Facundo Arrizabalaga)
Demonstranten vor der saudischen Botschaft in London fordern die Freilassung von Raif Badawi. (picture alliance / EPA / Facundo Arrizabalaga)

Der Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik geht in diesem Jahr an den Blogger und Menschenrechtler Raif Badawi und an das "European Journalism Observatory", EJO. Die Ehrung findet am Freitag dieser Woche auf dem "Kölner Forum für Journalismuskritik" im Dlf-Funkhaus statt.

Verliehen wird die Auszeichnung von der "Initiative Nachrichtenaufklärung" (INA). Raif Badawi ist wegen seiner publizistischen Tätigkeit in Saudi-Arabien zu zehn Jahren Haft, 1.000 Peitschenhieben und einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Investigativjournalist Günter-Wallraff, Namensgeber der Auszeichnung und INA-Ehrenmitglied, betonte, Badawis Bedeutung reiche weit über die Kritik am saudischen Gottesstaat hinaus. Wallraff fügte hinzu: "So wie Raif Badawi unsere Unterstützung und Solidarität benötigt, so sehr brauchen wir seine Stimme." Ensaf Haidar, die Frau des inhaftierten Bloggers, wird den Preis in Empfang nehmen.

Das "Europäische Journalismus-Observatorium" beobachtet und vergleicht Journalismus-Kulturen in Europa und in den USA. Es  hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Qualität im Journalismus zu stärken und zu einem internationalen objektiven Informationsaustausch beizutragen. Die Jury bescheinigt dem EJO mit Forschern aus 14 Ländern, einzigartig in seiner Funktion als Brückenbauer zwischen den Journalisten und dem Journalismus in Europa zu sein. Für das EJO wird Prof. Dr. Susanne Fengler vom Dortmunder Institut für Journalistik den Preis entgegennehmen. Das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro geht zu gleichen Teilen an das EJO und an Raif Badawi.

Kölner Forum für Journalismuskritik

Die Preisverleihung ist der traditionelle Abschluss des "Kölner Forums für Journalismuskritik". Es wird von der Nachrichtenredaktion des Deutschlandfunks und der Initiative Nachrichtenaufklärung ausgerichtet. Die öffentliche Veranstaltung findet am Freitag, dem 14.6.2019, zwischen 10:00 Uhr und 18:00 Uhr im Funkhaus des Deutschlandfunks statt. Sie wird per Livestream und im Digitalradio übertragen. Sie können dabei sein. Der Eintritt ist frei, eine Mail an veranstaltung@deutschlandfunk.de genügt.

Wir übertragen die Veranstaltung am 14.6.2019 ab 10 Uhr im Digitalradio auf dem Kanal "Dokumente und Debatten".

Wir übertragen auch im Livestream.

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