Gute Demos, böse DemosWie Medien über Protest berichten - Medienpodcast

Allein in Berlin finden pro Jahr 1.000 Demonstrationen statt, die meisten davon friedlich, von den Medien unbemerkt. Unsere Vorstellung von Demonstrationen ist jedoch geprägt von solchen mit spektakulären Bildern, mit Konflikt und Krawall. Den Hörer Ingo Klingelheller stört das: "Immer wieder stolpere ich darüber, daß große Medienhäuser wenig bis gar nicht über Demos berichten, bei denen es darum geht, Gutes für alle zu bewirken. Warum wird den 'guten' Demos so wenig Reichweite gewährt?" Ingo Klingelheller diskutiert mit Gabriele von Moltke (Redaktionsleiterin rbb-Abendschau), dem Protest- und Bewegungsforscher Prof. Sebastian Haunss und Stephan Beuting (DLF-Medienredaktion) über diese Fragen: Welche Kriterien zählen bei der Berichterstattung über Demos, wo liegt der Unterschied zwischen regionaler und überregionaler Berichterstattung und stimmt Klingelhellers Eindruck tatsächlich? Sie haben ebenfalls Fragen, Themen oder Kritik zu Journalismus und Medien? Schreiben Sie uns gerne an NachRedaktionschluss@deutschlandfunk.de, über welche Themen wir gemeinsam mit Ihnen und Medienschaffenden diskutieren sollen. Jede Woche laden wir Hörerinnen und Hörer in den Podcast ein. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

Beuting, Stephan; Klingelheller, Ingo; Haunss, Sebastian; von Moltke, Gabriele | 12. November 2021, 12:00 Uhr

Demonstration #RettedeinTheater
Beschäftigte der Theater in Niedersachsen und weitere Kulturschaffende demonstrieren vor dem Landtag Niedersachsen. Hintergrund der Demonstration ist der Haushaltsplanentwurf der niedersächsischen Landesregierung für 2022/23, den die Beteiligten als Bedrohung für die Kulturlandschaft empfinden. (picture alliance/dpa)