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StartseiteUmwelt und VerbraucherNach der Braunkohle kommt die teure Renaturierung13.09.2018

Hambacher Forst Nach der Braunkohle kommt die teure Renaturierung

Der Hambacher Forst wird geräumt, dann soll der Boden für den Braunkohle-Abbau genutzt werden. Doch was bleibt, wenn die Bagger weg sind? Riesige Löcher im Boden, eine zerstörte Landschaft. Diese wieder nutzbar zu machen, kostet viel Geld - mehr, als die Konzerne zurückgestellt haben?

Von Vivien Leue

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Polizeifahrzeuge stehen in der Nähe von Morschenich am Tagebau Hambach. Im Hintergrund ist ein Braunkohlebagger zu sehen.  (dpa/Henning Kaiser)
Die Räumungsaktion im Hambacher Forst hat begonnen (dpa/Henning Kaiser)
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Der Hambacher Forst liegt im sogenannten Rheinischen Braunkohlerevier zwischen Köln und Aachen. Dort gibt es noch Abbaugenehmigungen bis 2045. Aktuell versucht allerdings die Kohlekommission ein Datum zur Abschaltung des letzten Kohlekraftwerkes festzulegen, das mit dem Klimaschutz vereinbar ist. Voraussichtlich wird es zwischen 2030 und 2040 liegen.

Laut RWE würde ein früherer Ausstieg die Renaturierung der Gebiete gefährden, beziehungsweise teurer machen. Aktuell läuft die Wiederherstellung der Landschaft demnach parallel zum Abbau, ist quasi Tagesgeschäft: Die Tagebau-Restlöcher werden immer wieder mit den Massen der folgenden Tagebaue geschlossen, dem sogenannten Abraum. Ein abruptes Ende für die Kohle würde jede Planung durchkreuzen, so RWE. Übrig blieben dann nicht zu Ende renaturierte Landschaften. Allerdings, so schränken andere Stimmen ein: Ein Ausstieg 2030 würde dem Konzern immer noch ausreichend Zeit geben, neue Pläne zu erstellen. Teurer würde das nicht notwendigerweise.

Aber auch ohne neue Pläne gibt es Sorgen, ob die Braunkohleunternehmen ausreichend Geld für die Renaturierung zurück gelegt haben. Dazu sind sie eigentlich verpflichtet. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fürchtet aber, dass das vor allem in Ostdeutschland, wo die Renaturierung vieler Gebiete schon läuft, nicht im ausreichenden Maß passiert ist. Dort sind die abbauenden Unternehmen häufig kleiner, die aber nicht auf liquide Mittel großer Unternehmen zurückgreifen können. RWE hat aber laut Greenpeace genug Geld zurückgestellt.

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