Freitag, 19.07.2019
 
Seit 00:05 Uhr Fazit
StartseiteSport am Wochenende"Dauerhaft werden das die deutschen Sender nicht durchhalten"14.01.2017

Handball-WM in Frankreich"Dauerhaft werden das die deutschen Sender nicht durchhalten"

Der Unionspolitiker Frank Steffel hat ARD und ZDF vorgeworfen, sich bei der nicht übertragenen Handball-WM vorgeschobener Argumente zu bedienen. Die Sender zeigen das Turnier nicht, weil sie das Satellitensignal nicht auf Deutschland beschränken können. Steffel sagte im Deutschlandfunk: "Woanders geht das auch."

Frank Steffel im Gespräch mit Astrid Rawohl

Frank Steffel, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Sportausschuss. (imago sportfotodienst)
Frank Steffel, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Sportausschuss. (imago sportfotodienst)
Mehr zum Thema

Vor der Handball-WM "Wir wollen weit kommen"

Handball-WM im Internet Eine Notlösung

Sponsor gefunden Übertragung der Handball-WM gerettet

Debatte über WM-Übertragung Kein Handball in deutschen Wohnzimmern?

"ARD und ZDF, aber auch die Privaten werden das nicht durchhalten", sagte Steffel, der auch Präsident des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin ist. "Hier wird man sich bewegen müssen. Ich halte manches Argument für vorgeschoben."

Er spielt damit auf die Begründung der öffentlich-rechtlichen Sender an, das Turnier nicht zu zeigen, weil der Rechteinhaber "beIN Sports" ein national beschränktes oder komplett abgeschaltetes Satellitensignal gefordert hat, um die Exklusivität weiterer Rechteinhaber in anderen Ländern zu schützen. So hätten ARD und ZDF 18 Millionen Gebührenzahler von dem Turnier ausschließen müssen. 

"Millionen für den Fußball"

Die Argumente der Sender will Steffel nicht gelten lassen. "In anderen Ländern zahlen die Sender für die Rechte und dann können die Zuschauer ARD und ZDF kostenlos empfangen? Das wird kein Rechteverwerter zulassen. Das muss man akzeptieren und verstehen. In anderen Ländern geht das auch. Dauerhaft werden das die deutschen Sender nicht durchhalten." Diese hätten eine technische Entwicklung verschlafen.

Steffel warf ARD und ZDF vor, sich zu Gunsten des Fußballs "quer zu stellen". Da die Sender auch auf Olympia verzichten, sei das ein "Paradigmenwechsel in der Sportberichterstattung". "Man gibt hunderte Millionen für Fußball aus, das stößt bei den anderen Sportarten natürlich auf."

Den am Ende missratenen ersten Internetstream von der Handball-WM durch den Sponsor DKB verteidigte Steffel gegen Kritik.

Das gesamte Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk